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vom 22.07.2026 PDF
#1474
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Bei e inem Abkommen, das so weitreichende Folgen hat, ist das nicht hinnehmbar.
#1475Freihandel kann die friedliche Zusammenarbeit und W ohlstand befördern, wenn er in starke ökologische und soziale Leitplanken eingebettet ist .
#1476So birgt das geplante Abkommen – ebenso wie das zwischen der EU und Kanada (CETA) – sehr gr oße Risiken.
#1477Wichtige Standards, für die auf der Straße und in den Parlamenten lange gekämpf t wurde, könnten durch ein solches Abkommen ausgehebelt werden – vom europäischen Verb raucherInnen- und Umweltschutz bis hin zur Finanzmarktregulierung in den USA.
#1478Zusammen mit VerbraucherInnenschutzorganisationen u nd NGOs auf beiden Seiten des Atlantiks warnen wir deshalb vor der Verschlechteru ng von Sozial-, Umwelt-, Lebensmittel-, Gesundheits- und Datenschutzstandards sowie der Ver braucherInnenrechte.
#1479Wir haben bereits im Sommer 2013 klare Kriterien und Mindestanforderu ngen an das Verhandlungsmandat der Europäischen Kommission formuliert: Chlorhühnchen, Hormonfleisch und Gentechnik im Essen haben auf dem EU-Markt nichts verloren.
#1480Das Chemika lienrecht darf nicht durch die Anerkennung schwächerer US-Regelungen unterwandert werden.
#1481Das Vorsorgeprinzip hat für uns Vorrang vor den Interessen von Investoren.
#1482Auch darf ein solches Abkommen nicht dazu führen, Fracking in Europa zu ermöglichen.
#1483Wir woll en nicht, dass sich durch das Abkommen der Zugang zu Gesundheitsleistungen und die Patient ensicherheit verschlechtern.
#1484Datenschutzstandards wollen wir aus- statt abbauen, Finanzdienstleistungen dürfen nicht dereguliert werden.
#1485Eine Monopolisierung von Rechte n geistigen Eigentums oder Biopatente wollen wir nicht, ebenso wenig wie eine Aushöhlung der demokratischen Entscheidungsprozesse durch Investor-Staat-Klagen.
#1486Die öffentlichen Dienstleistungen wie insbesondere die Wasserversorgung sollen ebenso aus genommen werden, wie der Agrar- und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1487Februar 2014 S.
#1488Lebensmittelsektor sowie der Bereich audiovisuelle Medien und Kultur.
#1489Das Verhandlungsmandat der EU-Kommission beachtet d iese Bedenken nicht.
#1490Wir GRÜNE haben deshalb im Europaparlament gegen die Parlamen tsresolution zum Verhandlungsmandat gestimmt.
#1491Wir mobilisieren gegen die jetzige Agenda von TTIP, die unsere Prinzipien missachtet.
#1492Wir fordern die Aussetzung der Verhandlungen und ei nen kompletten Neustart, auf Basis eines transparenten Verfahrens und eines neuen Verhandlun gsmandates.
#1493Wir GRÜNE werden keinem Abkommen zustimmen, das europäische Standards und G esetze untergräbt.
#1494Zu oft begehen international tätige Unternehmen Men schenrechtsverletzungen und halten sich nicht an Arbeits- und Sozialstandards.
#1495Sie haben in vielen Ländern einen größeren Einfluss auf die Menschenrechtslage als staatliche Außen- oder E ntwicklungspolitik.
#1496Menschenrechtsverlet- zungen, die von Unternehmen begangen werden – etwa durch ausbeuterische Arbeitsverhält- nisse, massive Umweltzerstörungen oder Zusammenarbe it mit menschenrechtsverletzenden Re- gimen – haben oft keine rechtlichen Konsequenzen.
#1497D ie EU-Kommission setzt allein auf freiwilli- ge Selbst- oder Scheinverpflichtungen; das reicht n icht.
#1498So werden auch die Wettbewerbsbedin- gungen zum Nachteil fairer Unternehmen verzerrt.
#1499No twendig sind daher verbindliche Stan- dards, neue Haftungsregelungen und bessere Klagemög lichkeiten in der EU, auch für Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen, die von europä ischen Unternehmen verursacht wurden.
#1500Hierfür wollen wir das europäische Zivil(verfahrens )recht überarbeiten, um Entschädigung für Menschenrechtsverletzungen einklagbar zu machen.
#1501Wi r wollen Unternehmen gesetzlich ver- pflichten, Transparenz über ihre Lieferketten zu sc haffen, und unterstützen die jüngsten Bemü- hungen auf EU-Ebene, insbesondere des Europäischen Parlaments, die sozialen, ökologischen sowie ihre ArbeitnehmerInnen betreffenden Offenlegu ngspflichten für international tätige Großunternehmen zu verschärfen.
#1502Zudem wollen wir de n Zugang von Fair-Trade-Produkten zum EU-Markt fördern und einer fairen und ökologisc hen Beschaffung den Vorrang geben.
#1503Die bisherige EU-Rohstoffstrategie setzt vor allem auf billigen Rohstoffimport.
#1504Rohstoffabbau geht oft mit Konflikten, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung einher.
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