Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 22.07.2026 PDF
#1441
Wegen der Bedeutung und der mangelnden Umsetzung de s globalen Umweltschutzes muss das Umweltprogramm der Vereinten Nationen zu einer eige nständigen Organisation fortentwickelt werden.
#1442
Für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung Wir setzen uns für eine Weltwirtschaftsordnung ein, die ökologische und soziale Notwendigkei- ten nicht länger ignoriert, sondern in die Lenkung von wirtschaftlichem Handeln mit einbezieht.
#1443
Ohne eine Stärkung der VN sind die globalen Herausf orderungen nicht zu bewältigen.
#1444
Bestre- bungen durch Staatenclubs wie die G20, die Weltgeme inschaft zu umgehen, erteilen wir eine Absage.
#1445
Entscheidungen von globaler Tragweite gehör en unter das Dach der VN.
#1446
In einer ech- ten globalen Partnerschaft sollten nicht nur die wi rtschaftlich stärksten Staaten entscheiden.
#1447
Die Mehrheit der Weltbevölkerung muss auch in der Weltb ank und im Internationalen Währungs- fonds angemessen vertreten sein.
#1448
Die Welthandelsorganisation (WTO) ist blockiert.
#1449
Di e EU-Kommission treibt jedoch ihre Liberali- sierungsagenda außerhalb internationaler Foren vora n.
#1450
Bilaterale Freihandelsabkommen sprie- ßen wie Wildwuchs aus dem Boden.
#1451
Diese Entwicklung schwächt die Verhandlungsposition der ärmeren Länder und läuft einer gerechten Weltwirtsc haftsordnung zuwider.
#1452
Wir stehen für eine weitreichende Reform der WTO und der internationale n Welthandelsordnung.
#1453
Das beinhaltet eine konsequente Ausrichtung an Menschenrechten, Um weltschutz und nachhaltiger Entwick- lung sowie mehr Transparenz und Beteiligung von Par lamenten und der Zivilgesellschaft bei den Verhandlungen.
#1454
Es muss ein Moratorium für neue Them en geben, die auf die Liberalisierungsa- genda der WTO gesetzt werden; das betrifft z.
#1455
ff entliche Beschaffung und öffentliche Dienstleistungen.
#1456
Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks dürfen nicht durch falsche Liberalisie rungsvorstellungen der EU geprägt werden.
#1457
Durch den Abbau von Zöllen und anderen Importschran ken werden die ohnehin geringen Staatseinnahmen der AKP-Staaten erheblich reduziert und die heimischen Industrien, das Hand- werk und die Märkte mit Billigimporten aus der EU n och stärker belastet als bisher.
#1458
Die EU will Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1459
BDK Dresden, 07.
#1460
Februar 2014 Zölle auf die Importe aus AKP-Staaten anheben, wenn sie die Handelsabkommen nicht unter- zeichnen.
#1461
Diese Erpressung lehnen wir ab.
#1462
Die EU-Handelspolitik wird geleitet von einem überh olten Wachstumsbegriff und kurzsichtigen Wirtschaftsinteressen.
#1463
Wir fordern verbindliche Nac hhaltigkeitsklauseln in den Abkommen, so- zial-ökologische und menschenrechtliche Folgenabsch ätzung vor Aufnahme von Verhandlungen sowie nach deren Abschluss periodische Überprüfunge n ihrer Konsequenzen.
#1464
Faire Abkommen wahren die Menschenrechte und fördern nachhaltige E ntwicklung, nehmen Ländern des globa- len Südens nicht die Macht zur Regulierung und erke nnen legitime Schutzinteressen an.
#1465
Wir GRÜNE fordern mehr Transparenz und mehr parlame ntarische Mitbestimmung in der EU- Handelspolitik, die bisher unter Ausschluss der Öff entlichkeit stattfindet und bei der die Parla- mente nur Zaungäste sind.
#1466
Freihandelsabkommen bergen die Gefahr der Ausweitun g von Investor-Staats-Klagen.
#1467
Diese er- mächtigen Unternehmen, auf schwammigen Rechtsgrundl agen und unter Umgehung der na- tionalen Rechtssysteme Staaten auf hohe Entschädigu ngssummen zu verklagen, wenn diese de- mokratisch legitimierte Entscheidungen treffen.
#1468
So wurde Argentinien von einem Unternehmen verklagt, weil der Staat nach der Krise die Preise für Wasser senkte, oder Deutschland von Vat- tenfall, weil es den Atomausstieg beschlossen hat.
#1469
Die Verfahren finden vor intransparenten in- ternationalen Schiedsgerichten statt, die in der Re gel zugunsten der Investoren entscheiden.
#1470
Schon die Androhung eines solchen Verfahrens sorgt deshalb häufig dafür, dass Staaten Gesetze nicht oder nur aufgeweicht erlassen.
#1471
Wir sprechen u ns deshalb gegen die Aufnahme solcher In- vestor-Staats-Klagen in Handelsabkommen aus.


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