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vom 22.07.2026 PDF
#1350
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D ie EU-Mitgliedstaaten haben sich zu einer BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1351Februar 2014 S.
#1352Erhöhung der Entwicklungsfinanzierung auf 0,7 Proze nt des Bruttonationalprodukts bis 2015 verpflichtet.
#1353Doch die Umsetzung hinkt den Versprec hen weit hinterher.
#1354Einzelne Mitgliedstaa- ten kürzen sogar die Gelder, und im Finanzplan der EU bis 2020 ist keine Erhöhung vorgesehen.
#1355Statt beschönigender Worte brauchen wir verbindlich e überprüfbare Zwischenschritte um das 0,7-Prozentziel in der EU schnellstmöglich erreiche n zu können.
#1356Die wirtschaftlich starken Län- der der EU stehen hier besonders in der Pflicht und müssen gemeinsam voran gehen.
#1357Interna- tionale Zusagen müssen eingehalten werden.
#1358Wir unterstützen die Ziele der Entwicklungszusammen arbeit der EU, die Erfahrungen der Mit- gliedstaaten zu bündeln, die Abstimmung untereinand er zu erhöhen und Dopplungen zu ver- hindern.
#1359Hier ist aber noch viel Raum für Verbesser ung.
#1360Die EU muss viel stärker koordinieren.
#1361Eine Chance bietet die gemeinschaftliche Gestaltung einer neuen Agenda für global nachhaltige Entwicklung, die nach 2015 die Millenniumsentwicklu ngsziele und Ziele für nachhaltige Ent- wicklung in einem kohärenten Politikrahmen zusammen führen soll.
#1362Mittelfristig wollen wir eine Vergemeinschaftung der Entwicklungszusammenarbeit.
#1363Schon seit Jahrzehnten leiden etliche Länder des gl obalen Südens unter einer nicht tragfähigen Schuldenlast, die durch die globale Finanzkrise noc h verschärft wurde.
#1364Trotz zahlreicher Ent- schuldungsinitiativen sind viele dieser Länder nach wie vor von Schuldenkrisen bedroht.
#1365Dabei spielen auch neue staatliche und private Gläubiger eine zunehmende Rolle.
#1366Wir fordern Schul- denschnitte für die ärmsten Staaten, damit diese ih re Verschuldung schnell auf ein nachhaltiges Maß reduzieren können.
#1367Außerdem wollen wir Steuerbe hörden vor Ort stärken, einen globalen Finanzausgleich diskutieren und einen Insolvenzmech anismus für Staaten entwickeln.
#1368Wir setzen uns in der EU und über sie hinaus dafür ein, dass bei der Humanitären Hilfe die Prin- zipien Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängig keit und Neutralität auch in der Zukunft handlungsleitend bleiben.
#1369Wir bekennen uns klar zum „Europäischen Konsens zur humanitären Hilfe” und fordern, dass dieser durch die Mitglieds taaten besser umgesetzt wird.
#1370Im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels setzen wir uns dafür ei n, dass die Katastrophenvorsorge gestärkt und enger mit der Entwicklungszusammenarbeit verzah nt wird.
#1371Menschenrecht auf Ernährung garantieren Jeder siebte Mensch hungert, und das, obwohl weltwe it ausreichend Nahrung vorhanden ist.
#1372Wir haben die Verantwortung, den Hunger auf der Wel t zu bekämpfen und das Menschenrecht auf Ernährung zu garantieren.
#1373Wir setzen uns dafür ein, dass das Menschenrecht auf Wasser für alle Menschen umgesetzt wird.
#1374Landwirtschaft muss in der Entwicklungszusammenarbe it eine größere Rolle spielen.
#1375Viele Län- der wurden zur Liberalisierung ihrer Agrarpolitik g ezwungen, mit verheerenden Folgen.
#1376Bäue- rInnen finden kein Auskommen mehr.
#1377Sie können nicht mit den Weltmarkt-Preisen konkurrie- ren, und die Länder bleiben von Nahrungsmittelimpor ten abhängig.
#1378Die EU-Politik zementiert Strukturen, die unsere Agrarmärkte vor Konkurrenz a bschotten und gleichzeitig europäische, hoch subventionierte Überschüsse auf den Weltmarkt werfen.
#1379Wir GRÜNE setzen uns für eine Agrarpolitik ein, die auch unsere Partnerländer im Blick hat.
#1380Konkret bedeutet das zum Beispiel, die EU-Exportsubventionen abzuschaffen und die EU-A grarpolitik so zu gestalten, dass durch Dumpingpreise bei Lebensmitteln die Märkte in Entwi cklungsländern nicht ruiniert werden.
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