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vom 22.07.2026 PDF
#1329
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Gegenwärtige Weichenstellungen in der europäischen Agrar-, Handels-, Migrations- und Res- sourcenpolitik laufen den Zielen einer globalen nac hhaltigen Entwicklung zuwider.
#1330Um zu ver- hindern, dass europäisches Milchpulver die Produkti on von Milchprodukten auf Jamaika zerstört und Gensojaanbau für europäische Massentierhaltung KleinbäuerInnen in Südamerika von ih- rem Land vertreibt, brauchen wir ein kohärentes Han deln der EU.
#1331Wir fordern dazu verbindliche sozial-ökologische und menschenrechtliche Folgenabs chätzungen.
#1332Wir streben außerdem an, eine EU-Beschwerdestelle einzurichten, die auch Men schen außerhalb der EU anrufen können, wenn europäische Politiken und in Europa ansässige Unternehmen sowie deren Tochterunter- nehmen und Zulieferer bei ihnen Schaden anrichten.
#1333Eine gerechtere Welt erfordert auch durch- greifende Reformen vor Ort.
#1334Viele dieser Reformen m üssen diese Länder selber angehen, aber sie dürfen nicht durch eine fehlgeleitete deutsche oder europäische Politik unterminiert werden.
#1335Zum Beispiel hat auch die internationale Drogenpoli tik nicht nur eine sicherheits- und gesund- heitspolitische Dimension, sie hat auch Auswirkunge n auf Entwicklungs- und Friedenspolitik.
#1336Eine allein auf Repression setzende Verbotspolitik konterkariert auch die Bemühungen der euro- päischen Entwicklungszusammenarbeit.
#1337Wir wollen die europäische Entwicklungszusammenarbe it zu einem Kooperationsinstrument für die Verbesserung der sozialen und ökologischen Lebe nsbedingungen entwickeln.
#1338Verantwortli- ches Handeln innerhalb der EU muss einhergehen mit einem nachhaltigen Entwicklungspfad für alle Länder.
#1339Nur so erreichen wir eine weltweite an gemessene Angleichung von Lebensstan- dards und Ressourcenverbrauch.
#1340Die EU muss sich daf ür einsetzen, dass Nachhaltigkeit im Zen- trum der zukünftigen Entwicklungsziele der VN stehe n wird.
#1341Erfolgreiche Entwicklungszusam- menarbeit verlangt stärkere Mitbestimmung und Koope ration.
#1342Die sogenannten „neuen Geber“ sollten nicht als Konkurrenten, sondern als Partner für die globale Entwicklung wahrgenommen werden.
#1343Entwicklungszusammenarbeit gelingt nur, wen n auch die Frauen aktiv in die Entwick- lung und Gestaltung des Landes einbezogen werden.
#1344D as setzt die Durchsetzung von Frauen- rechten und das aktive Empowerment von Frauen vorau s.
#1345Projekte der Entwicklungszusammen- arbeit müssen nach den Prinzipien des Gender Mainst reaming entwickelt und realisiert werden.
#1346Wir begrüßen den großen Anteil von Budgethilfe an d er EU-Entwicklungszusammenarbeit; sie muss aber mit einer Stärkung der Rechnungshöfe und Parlamente in den Empfängerländern einhergehen.
#1347In den meisten Ländern der Welt klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer stärker auseinander.
#1348Die vergangenen Jahrzehnte hab en gezeigt, dass Wirtschaftswachstum nicht per se nachhaltig ist und auch nicht zu sozia ler Gerechtigkeit führt.
#1349Darum setzen wir ver- stärkt auf den Aufbau von sozialen Sicherungssystem en und auf die Etablierung von funktionie- renden Steuersystemen, um die Länder mehr und mehr in die Lage zu versetzen, öffentliche Güter aus eigener Kraft zur Verfügung zu stellen.
#1350D ie EU-Mitgliedstaaten haben sich zu einer BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1351Februar 2014 S.
#1352Erhöhung der Entwicklungsfinanzierung auf 0,7 Proze nt des Bruttonationalprodukts bis 2015 verpflichtet.
#1353Doch die Umsetzung hinkt den Versprec hen weit hinterher.
#1354Einzelne Mitgliedstaa- ten kürzen sogar die Gelder, und im Finanzplan der EU bis 2020 ist keine Erhöhung vorgesehen.
#1355Statt beschönigender Worte brauchen wir verbindlich e überprüfbare Zwischenschritte um das 0,7-Prozentziel in der EU schnellstmöglich erreiche n zu können.
#1356Die wirtschaftlich starken Län- der der EU stehen hier besonders in der Pflicht und müssen gemeinsam voran gehen.
#1357Interna- tionale Zusagen müssen eingehalten werden.
#1358Wir unterstützen die Ziele der Entwicklungszusammen arbeit der EU, die Erfahrungen der Mit- gliedstaaten zu bündeln, die Abstimmung untereinand er zu erhöhen und Dopplungen zu ver- hindern.
#1359Hier ist aber noch viel Raum für Verbesser ung.
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