Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 22.07.2026 PDF
#1319
Es bedarf gefahren- freier und legaler Einreisemöglichkeiten, damit Men schen nicht auf lebensgefährliche Fluchtwe- Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1320
BDK Dresden, 07.
#1321
Februar 2014 ge gedrängt werden.
#1322
Ebenso wollen wir die Situation der Menschen vor Ort verbessern und so Ursachen für Flucht bekämpfen.
#1323
GRÜN macht den Unterschied: Wir haben in der Handel s- und Entwicklungspolitik wichtige Er- folge erreicht.
#1324
Das Europäische Parlament fordert a uf unsere Initiative hin endlich verbindliche Sozial- und Mindeststandards in Handelsabkommen sow ie überprüfbare Menschenrechtsklau- seln.
#1325
Im Europäischen Auswärtigen Dienst haben wir eine Menschenrechtsbeauftragte durchge- setzt und die zivile Konfliktbearbeitung gestärkt.
#1326
GEMEINSAM FÜR GLOBALE GERECHTIGKEIT D.
#1327
Europäische Entwicklungszusammenarbeit voranb ringen Die grüne Zielsetzung ist klar: Wir kämpfen gegen S trukturen, die zu globaler Ungleichheit, Dis- kriminierung, Hunger, Armut und verantwortungsloser Umweltzerstörung führen.
#1328
Auf dem Weg dahin brauchen wir eine bessere Entwicklungszus ammenarbeit.
#1329
Gegenwärtige Weichenstellungen in der europäischen Agrar-, Handels-, Migrations- und Res- sourcenpolitik laufen den Zielen einer globalen nac hhaltigen Entwicklung zuwider.
#1330
Um zu ver- hindern, dass europäisches Milchpulver die Produkti on von Milchprodukten auf Jamaika zerstört und Gensojaanbau für europäische Massentierhaltung KleinbäuerInnen in Südamerika von ih- rem Land vertreibt, brauchen wir ein kohärentes Han deln der EU.
#1331
Wir fordern dazu verbindliche sozial-ökologische und menschenrechtliche Folgenabs chätzungen.
#1332
Wir streben außerdem an, eine EU-Beschwerdestelle einzurichten, die auch Men schen außerhalb der EU anrufen können, wenn europäische Politiken und in Europa ansässige Unternehmen sowie deren Tochterunter- nehmen und Zulieferer bei ihnen Schaden anrichten.
#1333
Eine gerechtere Welt erfordert auch durch- greifende Reformen vor Ort.
#1334
Viele dieser Reformen m üssen diese Länder selber angehen, aber sie dürfen nicht durch eine fehlgeleitete deutsche oder europäische Politik unterminiert werden.
#1335
Zum Beispiel hat auch die internationale Drogenpoli tik nicht nur eine sicherheits- und gesund- heitspolitische Dimension, sie hat auch Auswirkunge n auf Entwicklungs- und Friedenspolitik.
#1336
Eine allein auf Repression setzende Verbotspolitik konterkariert auch die Bemühungen der euro- päischen Entwicklungszusammenarbeit.
#1337
Wir wollen die europäische Entwicklungszusammenarbe it zu einem Kooperationsinstrument für die Verbesserung der sozialen und ökologischen Lebe nsbedingungen entwickeln.
#1338
Verantwortli- ches Handeln innerhalb der EU muss einhergehen mit einem nachhaltigen Entwicklungspfad für alle Länder.
#1339
Nur so erreichen wir eine weltweite an gemessene Angleichung von Lebensstan- dards und Ressourcenverbrauch.
#1340
Die EU muss sich daf ür einsetzen, dass Nachhaltigkeit im Zen- trum der zukünftigen Entwicklungsziele der VN stehe n wird.
#1341
Erfolgreiche Entwicklungszusam- menarbeit verlangt stärkere Mitbestimmung und Koope ration.
#1342
Die sogenannten „neuen Geber“ sollten nicht als Konkurrenten, sondern als Partner für die globale Entwicklung wahrgenommen werden.
#1343
Entwicklungszusammenarbeit gelingt nur, wen n auch die Frauen aktiv in die Entwick- lung und Gestaltung des Landes einbezogen werden.
#1344
D as setzt die Durchsetzung von Frauen- rechten und das aktive Empowerment von Frauen vorau s.
#1345
Projekte der Entwicklungszusammen- arbeit müssen nach den Prinzipien des Gender Mainst reaming entwickelt und realisiert werden.
#1346
Wir begrüßen den großen Anteil von Budgethilfe an d er EU-Entwicklungszusammenarbeit; sie muss aber mit einer Stärkung der Rechnungshöfe und Parlamente in den Empfängerländern einhergehen.
#1347
In den meisten Ländern der Welt klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer stärker auseinander.
#1348
Die vergangenen Jahrzehnte hab en gezeigt, dass Wirtschaftswachstum nicht per se nachhaltig ist und auch nicht zu sozia ler Gerechtigkeit führt.
#1349
Darum setzen wir ver- stärkt auf den Aufbau von sozialen Sicherungssystem en und auf die Etablierung von funktionie- renden Steuersystemen, um die Länder mehr und mehr in die Lage zu versetzen, öffentliche Güter aus eigener Kraft zur Verfügung zu stellen.


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