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vom 22.07.2026 PDF
#1303
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Wir brau- chen Regeln für die Wirtschaft und eine EU, die sic h für eine Stärkung der Menschenrechte und eine ambitionierte Entwicklungszusammenarbeit einse tzt.
#1304Es ist eine Frage von Solidarität und Gerechtigkeit, international für Klima- und Umwelts chutz zu streiten.
#1305Die Verschmutzung und Zerstörung unserer Umwelt bedeutet die Vernichtung von Lebensgrundlagen und Gesundheit.
#1306Dies trifft arme Menschen und Länder am härtesten.
#1307Wir wollen die EU erneuern , um diesen Fehlentwicklungen entgegenzutreten.
#1308Die EU ist unse re Antwort auf die Frage nach einer ge- rechten Gestaltung der Globalisierung.
#1309Die Europäische Union war und ist als Friedensproje kt nach innen erfolgreich.
#1310Nach den bluti- gen Kriegen im ehemaligen Jugoslawien bietet sie he ute den Menschen dort eine Perspektive, in Frieden und Freiheit zu leben.
#1311Daher ist die EU gef ordert, an einer Erweiterungsperspektive für weitere Staaten, einschließlich der Länder der Östl ichen Partnerschaft, festzuhalten, wenn sie die Entwicklung von Demokratie, Menschenrechten und guten ökologischen und sozialen Stan- dards in ihrer Nachbarschaft voranbringen möchte.
#1312D ie Erweiterung ist ein Beitrag dazu, Europa zusammenzuhalten .
#1313Entscheidungen in der Handelspolitik haben weitreic hende Auswirkungen in Europa und in der Welt.
#1314Wir wollen die Handelspolitik aus ihrem Hinte rzimmer holen, damit die Parlamente und die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden können, ob Genfood oder Chlorhühner wirklich ohne Einschränkungen importiert werden sollen.
#1315Wir sind in Europa zu Hause, und wir wollen gute Na chbarn sein.
#1316Das betrifft sowohl die Länder im Osten Europas als auch die Staaten des südlichen Mittelmeeres.
#1317Doch gegenüber vielen Menschen tritt die EU nicht als gute Nachbarin, son dern als schwerbewaffnete Grenzpolizistin auf.
#1318Die Leidtragenden sind Menschen, die Schutz vo r Verfolgung suchen.
#1319Es bedarf gefahren- freier und legaler Einreisemöglichkeiten, damit Men schen nicht auf lebensgefährliche Fluchtwe- Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1320BDK Dresden, 07.
#1321Februar 2014 ge gedrängt werden.
#1322Ebenso wollen wir die Situation der Menschen vor Ort verbessern und so Ursachen für Flucht bekämpfen.
#1323GRÜN macht den Unterschied: Wir haben in der Handel s- und Entwicklungspolitik wichtige Er- folge erreicht.
#1324Das Europäische Parlament fordert a uf unsere Initiative hin endlich verbindliche Sozial- und Mindeststandards in Handelsabkommen sow ie überprüfbare Menschenrechtsklau- seln.
#1325Im Europäischen Auswärtigen Dienst haben wir eine Menschenrechtsbeauftragte durchge- setzt und die zivile Konfliktbearbeitung gestärkt.
#1326GEMEINSAM FÜR GLOBALE GERECHTIGKEIT D.
#1327Europäische Entwicklungszusammenarbeit voranb ringen Die grüne Zielsetzung ist klar: Wir kämpfen gegen S trukturen, die zu globaler Ungleichheit, Dis- kriminierung, Hunger, Armut und verantwortungsloser Umweltzerstörung führen.
#1328Auf dem Weg dahin brauchen wir eine bessere Entwicklungszus ammenarbeit.
#1329Gegenwärtige Weichenstellungen in der europäischen Agrar-, Handels-, Migrations- und Res- sourcenpolitik laufen den Zielen einer globalen nac hhaltigen Entwicklung zuwider.
#1330Um zu ver- hindern, dass europäisches Milchpulver die Produkti on von Milchprodukten auf Jamaika zerstört und Gensojaanbau für europäische Massentierhaltung KleinbäuerInnen in Südamerika von ih- rem Land vertreibt, brauchen wir ein kohärentes Han deln der EU.
#1331Wir fordern dazu verbindliche sozial-ökologische und menschenrechtliche Folgenabs chätzungen.
#1332Wir streben außerdem an, eine EU-Beschwerdestelle einzurichten, die auch Men schen außerhalb der EU anrufen können, wenn europäische Politiken und in Europa ansässige Unternehmen sowie deren Tochterunter- nehmen und Zulieferer bei ihnen Schaden anrichten.
#1333Eine gerechtere Welt erfordert auch durch- greifende Reformen vor Ort.
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