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vom 21.07.2026 PDF
#1267
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Wir wollen daher die Dublin-III-Verordnung abschaffen u nd ersetzen durch ein faires System für Schutzsuchende.
#1268Wir wollen, dass Flüchtlinge in dem Land Asyl beantragen können, in dem sie Anknüpfungspunkte wie familiäre Bindungen oder beso ndere Sprachkenntnisse haben.
#1269Alle Mitgliedstaaten müssen gemeinsame Verantwortung für die Aufnahme von Flüchtlingen über- nehmen.
#1270Auf EU-Ebene müssen wirksame Solidarmaßnahm en für die Mitgliedstaaten etabliert werden, die besonders viele Flüchtlinge aufnehmen.
#1271Unser Ziel ist die Verwirklichung eines eu- ropäischen Flüchtlingsschutzraums mit EU-weit einhe itlichen und hohen Standards für die Un- terbringung und den Schutz von Flüchtlingen.
#1272Die EU -Kommission muss endlich konsequent ihre Möglichkeiten nutzen, um die gemeinsamen Stand ards in allen Mitgliedstaaten durchzuset- zen.
#1273Schlupflöcher und Ausnahmeregelungen, welche A sylschnellverfahren oder die systemati- sche Inhaftierung von Schutzsuchenden erlauben, wol len wir abschaffen.
#1274Als Sofortmaßnahme fordern wir, dass keine Flüchtlinge mehr in Mitglie dstaaten zurückgeschickt werden, die auf- grund ihrer geographischen Lage oder strukturellen Defizite im Asylsystem überfordert sind.
#1275Kein Flüchtling darf in eine so katastrophale Situa tion geraten wie derzeit die Lampedu- sa-Flüchtlinge, die weitgehend rechtlos durch Europ a ziehen und einen Ort zum Leben suchen.
#1276In der Eurodac-Datenbank sind die Fingerabdrücke al ler Asylsuchenden in der EU gespeichert.
#1277Sie ist der Schandfleck des neuen europäischen Asyl systems.
#1278Sie stellt Asylsuchende künftig in eine Ecke mit Kriminellen.
#1279Bisher dürfen darauf nur Asylbehörden zugreifen, um Flüchtlinge ein- deutig zu identifizieren.
#1280In Zukunft bekommt auch d ie Polizei Zugriff auf die Datenbank – aber für einen ganz anderen Zweck: zur Verbrechensbekämp fung, um Fingerabdruckspuren von Ta- torten mit den Fingerabdrücken von Asylsuchenden ab zugleichen.
#1281Wir GRÜNE lehnen Eurodac Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1282BDK Dresden, 07.
#1283Februar 2014 nach wie vor ab.
#1284Der Polizeizugriff auf die Datenba nk stellt einen weiteren, inakzeptablen Miss- brauch von Eurodac dar, dem wir uns entschieden ent gegenstellen.
#1285BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1286Februar 2014 S.
#1287VERANTWORTUNG FÜR EINE SOLIDARISCHE WELT Wir wollen eine Europäische Union, die sich weltwei t für Frieden, globale Gerechtigkeit und Kli- maschutz einsetzt.
#1288Mit vereinten Kräften kann es ge lingen, unsere Lebensweise nachhaltiger zu gestalten, Abrüstung voranzubringen, die Menschenre chte zu stärken und Hunger und Armut zu bekämpfen.
#1289Die EU wird in einer durch neue Herau sforderungen und neue Kraftzentren ge- prägten Welt besser gehört, wenn sie gemeinsam hand elt und auf andere Staaten zugeht.
#1290Die EU bekennt sich in ihren Verträgen zu einer wer tegebundenen internationalen Politik.
#1291Doch der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist eklatant.
#1292Die EU will Frieden fördern und gehört doch zu den größten Waffenlieferanten.
#1293I hre Entwicklungszusammenarbeit be- kämpft Hunger und Armut, doch zugleich zerstört ihr e Agrarpolitik die Lebensgrundlage vieler Menschen außerhalb der EU.
#1294Europa bekennt sich zu d en Menschenrechten, doch an den Au- ßengrenzen sterben unzählige Flüchtlinge.
#1295Die Mitgl iedstaaten der EU sind bei vielen außen- und sicherheitspolitischen Themen gespalten und fin den zu keiner gemeinsamen Politik.
#1296Wir möchten dazu beitragen, diese Widersprüche zu überw inden.
#1297Wir wollen die EU als Zivilmacht, die sich für Abrü stung einsetzt und deren Mitgliedstaaten kei- ne Waffen an Diktaturen und in Krisengebiete liefer n.
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