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vom 21.07.2026 PDF
#1257
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Ergänzend zu einem regulären As ylsystem setzen wir GRÜNE uns dafür ein, dass eine festgelegte Zahl besonders schutzbed ürftiger Flüchtlinge in allen Mitgliedstaaten aufgenommen wird („Resettlement“).
#1258Hier muss die EU -Kommission eine stärkere Koordinie- rungsrolle übernehmen, und die Mitgliedstaaten müss en mehr Schutzbedürftige aufnehmen.
#1259Wir haben erfolgreich für die Einrichtung eines Joint EU Resettlement Programme gekämpft und erreicht, dass zusätzliche Mittel für humanitär e Notfallmaßnahmen, wie z.
#1260für syrische Flüchtlingslager, bereitgestellt wurden.
#1261Im Kapitel „Verantwortung für eine solidarische Wel t“ machen wir Vorschläge zu einer fairen Grenzpolitik.
#1262Für eine humane Asylpolitik Flüchtlinge können zurzeit nur dort einen Antrag au f Asyl stellen, wo sie zum ersten Mal euro- päischen Boden betreten haben (Dublin III-Abkommen) .
#1263Dies führt dazu, dass EU-Länder, ins- besondere an den Außengrenzen, vor allem auf Flücht lingsabwehr anstatt auf Flüchtlingsschutz setzen.
#1264Sie werden mit der Verantwortung für Schutz suchende allein gelassen.
#1265Auch die jüngste Reform der Dublin-Verordnung hält an diesem System fest.
#1266Die Bedürfnisse der Flüchtlinge und Verbindungen zu Angehörigen in anderen Mitgliedstaa ten bleiben zudem unberücksichtigt.
#1267Wir wollen daher die Dublin-III-Verordnung abschaffen u nd ersetzen durch ein faires System für Schutzsuchende.
#1268Wir wollen, dass Flüchtlinge in dem Land Asyl beantragen können, in dem sie Anknüpfungspunkte wie familiäre Bindungen oder beso ndere Sprachkenntnisse haben.
#1269Alle Mitgliedstaaten müssen gemeinsame Verantwortung für die Aufnahme von Flüchtlingen über- nehmen.
#1270Auf EU-Ebene müssen wirksame Solidarmaßnahm en für die Mitgliedstaaten etabliert werden, die besonders viele Flüchtlinge aufnehmen.
#1271Unser Ziel ist die Verwirklichung eines eu- ropäischen Flüchtlingsschutzraums mit EU-weit einhe itlichen und hohen Standards für die Un- terbringung und den Schutz von Flüchtlingen.
#1272Die EU -Kommission muss endlich konsequent ihre Möglichkeiten nutzen, um die gemeinsamen Stand ards in allen Mitgliedstaaten durchzuset- zen.
#1273Schlupflöcher und Ausnahmeregelungen, welche A sylschnellverfahren oder die systemati- sche Inhaftierung von Schutzsuchenden erlauben, wol len wir abschaffen.
#1274Als Sofortmaßnahme fordern wir, dass keine Flüchtlinge mehr in Mitglie dstaaten zurückgeschickt werden, die auf- grund ihrer geographischen Lage oder strukturellen Defizite im Asylsystem überfordert sind.
#1275Kein Flüchtling darf in eine so katastrophale Situa tion geraten wie derzeit die Lampedu- sa-Flüchtlinge, die weitgehend rechtlos durch Europ a ziehen und einen Ort zum Leben suchen.
#1276In der Eurodac-Datenbank sind die Fingerabdrücke al ler Asylsuchenden in der EU gespeichert.
#1277Sie ist der Schandfleck des neuen europäischen Asyl systems.
#1278Sie stellt Asylsuchende künftig in eine Ecke mit Kriminellen.
#1279Bisher dürfen darauf nur Asylbehörden zugreifen, um Flüchtlinge ein- deutig zu identifizieren.
#1280In Zukunft bekommt auch d ie Polizei Zugriff auf die Datenbank – aber für einen ganz anderen Zweck: zur Verbrechensbekämp fung, um Fingerabdruckspuren von Ta- torten mit den Fingerabdrücken von Asylsuchenden ab zugleichen.
#1281Wir GRÜNE lehnen Eurodac Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1282BDK Dresden, 07.
#1283Februar 2014 nach wie vor ab.
#1284Der Polizeizugriff auf die Datenba nk stellt einen weiteren, inakzeptablen Miss- brauch von Eurodac dar, dem wir uns entschieden ent gegenstellen.
#1285BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1286Februar 2014 S.
#1287VERANTWORTUNG FÜR EINE SOLIDARISCHE WELT Wir wollen eine Europäische Union, die sich weltwei t für Frieden, globale Gerechtigkeit und Kli- maschutz einsetzt.
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