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vom 21.07.2026 PDF
#1238
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Dazu gehört, dass wir den Zugang zum Wahlrecht durc h eine Einbürgerungsoffensive erleich- tern wollen.
#1239Wir streben die demokratische Teilhabe aller Menschen an, die längerfristig hier le- ben.
#1240Als nächsten Schritt wollen wir das kommunale Wahlrecht auch Menschen ohne deutschen Pass oder UnionsbürgerInnenschaft eröffnen.
#1241Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen auch ohne A ufenthaltsrecht in allen EU-Mitgliedstaa- ten Zugang zu einer medizinischen Grund- bzw.
#1242Notfa llversorgung erhalten und dass ihre Kin- der Schulen und Kitas besuchen können, ohne durch M eldepflichten bei Ausländerbehörden ab- gehalten zu werden.
#1243Die EU in einen einheitlichen Schutzraum für Flüchtlinge verwandeln Unzählige Flüchtlinge sterben an den EU-Außengrenze n.
#1244Wer es bis in die EU schafft, muss selbst dort befürchten, inhaftiert zu werden bzw.
#1245i n unzumutbare Lebensumstände zu geraten.
#1246Wer nach einem oft langen, beschwerlichen und gefäh rlichen Weg tatsächlich die Möglichkeit bekommt, einen Asylantrag in der EU zu stellen, mus s sich bereits glücklich schätzen.
#1247Die Chan- cen, als Flüchtling letztlich anerkannt zu werden u nd ein Aufenthaltsrecht zu bekommen, klaf- fen zwischen den verschiedenen EU-Ländern weit ause inander.
#1248Die Zustände für Flüchtlinge BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1249Februar 2014 S.
#1250wurden 2011 sogar vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in einem EU-Mitglied- staat als menschenrechtswidrig eingestuft.
#1251Statt die „Festung Europa“ auszubauen, wollen wir e inen einheitlichen Schutz für Flüchtlinge.
#1252Wir setzen uns für gemeinsame und faire Praktiken b ei Asylverfahren und eine menschenwürdi- ge Aufnahme von Flüchtlingen in ganz Europa ein.
#1253Da s Europäische Asylunterstützungsbüro (EASO) wollen wir mit mehr Kompetenzen und Ressourc en ausstatten.
#1254Dabei soll das EASO nicht nur einen reibungslosen Ablauf der Asylverfah ren in und zwischen den EU-Staaten ge- währleisten, sondern auch für eine zügige und faire Bearbeitung sorgen.
#1255Es ist ein Unding, dass nur Ablehnungen von Asylanträgen europaweit harmoni siert wurden, positive Bescheide mit der Verleihung des Flüchtlingsschutzes aber nicht.
#1256Dies es Ungleichgewicht im EU-Flüchtlingsrecht wollen wir beheben.
#1257Ergänzend zu einem regulären As ylsystem setzen wir GRÜNE uns dafür ein, dass eine festgelegte Zahl besonders schutzbed ürftiger Flüchtlinge in allen Mitgliedstaaten aufgenommen wird („Resettlement“).
#1258Hier muss die EU -Kommission eine stärkere Koordinie- rungsrolle übernehmen, und die Mitgliedstaaten müss en mehr Schutzbedürftige aufnehmen.
#1259Wir haben erfolgreich für die Einrichtung eines Joint EU Resettlement Programme gekämpft und erreicht, dass zusätzliche Mittel für humanitär e Notfallmaßnahmen, wie z.
#1260für syrische Flüchtlingslager, bereitgestellt wurden.
#1261Im Kapitel „Verantwortung für eine solidarische Wel t“ machen wir Vorschläge zu einer fairen Grenzpolitik.
#1262Für eine humane Asylpolitik Flüchtlinge können zurzeit nur dort einen Antrag au f Asyl stellen, wo sie zum ersten Mal euro- päischen Boden betreten haben (Dublin III-Abkommen) .
#1263Dies führt dazu, dass EU-Länder, ins- besondere an den Außengrenzen, vor allem auf Flücht lingsabwehr anstatt auf Flüchtlingsschutz setzen.
#1264Sie werden mit der Verantwortung für Schutz suchende allein gelassen.
#1265Auch die jüngste Reform der Dublin-Verordnung hält an diesem System fest.
#1266Die Bedürfnisse der Flüchtlinge und Verbindungen zu Angehörigen in anderen Mitgliedstaa ten bleiben zudem unberücksichtigt.
#1267Wir wollen daher die Dublin-III-Verordnung abschaffen u nd ersetzen durch ein faires System für Schutzsuchende.
#1268Wir wollen, dass Flüchtlinge in dem Land Asyl beantragen können, in dem sie Anknüpfungspunkte wie familiäre Bindungen oder beso ndere Sprachkenntnisse haben.
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