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vom 18.07.2026 PDF
#1130
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Wir wollen deshalb, dass sich die Europäische Union auf internationaler Ebene für ein Ende des Drogenkriegs einsetzt.
#1131Natio- nale Schritte für eine Reform der Drogenpolitik sol lten unterstützt und nicht behindert werden.
#1132Die Europäische Union sollte überdies eine Reform d er Drogenpolitik in ihren Mitgliedstaaten fördern, die auf Prävention, Schadensminderung, Ent kriminalisierung, Hilfe und Regulierung setzt – und nicht auf Repression.
#1133Wer abhängig ist, braucht Hilfe und keine Strafverfolgung.
#1134Anstelle der gescheiterten Verbotspolitik fordern w ir langfristig eine an den tatsächlichen ge- sundheitlichen Risiken orientierte Regulierung alle r - auch bislang illegaler - Drogen.
#1135Wir spre- chen uns auch weiterhin dafür aus, dass Drogen wie Cannabis legal an Erwachsene abgegeben werden können.
#1136Pauschale Verbote neuer psychoaktive r Substanzen lehnen wir ab.
#1137Stattdessen wollen wir Zulassungsverfahren auf der Grundlage vo n Risikobewertungen ermöglichen, wie es sie bereits in anderen Ländern gibt.
#1138Die Kriminalis ierung von DrogenkonsumentInnen muss be- endet werden.
#1139Die Europäische Union soll dazu beitr agen, dass Instrumente wie Inhaltsstoff- Analysen illegaler Drogen (Drugchecking), Substitut ionsprogramme, Spritzentauschprogramme, Konsumräume und Programme zur Originalstoffabgabe i n den EU-Mitgliedsländern verfügbar gemacht werden.
#1140Die nach Einflussnahme durch die Ta bak-Lobby abgemilderte Regelung für die Gestaltung von Zigarettenschachteln wollen wir nochmals überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten.
#1141Gesundheitsgefährdende Marketingstrat egien der Alkohol- und Tabakindustrie wollen wir in Europa konsequent zurückdrängen.
#1142GRUNDRECHTE VERTEIDIGEN IM DIGITALEN ZEITALTER C.
#1143Moderner Datenschutz für alle Die schockierenden Erkenntnisse über das massenhaft e Ausspähen unserer Kommunikation durch Geheimdienste sind noch sehr frisch.
#1144Zur Aufk lärung dieser Ausspähpraktiken wollen wir einen Untersuchungsausschuss im Europäischen Parlam ent einsetzen.
#1145Edward Snowden hat durch seine Enthüllungen die notwendige Debatte übe r die Arbeit von Geheimdiensten ange- stoßen.
#1146Wir treten für einen sicheren Aufenthalt vo n Edward Snowden in Deutschland oder ei- nem anderen europäischen Land ein.
#1147Um europäische R echtsstaatlichkeitsgrundsätze zu ge- währleisten, wollen wir bestehende Datenaustauschab kommen, zum Beispiel von Fluggast- und Bankdaten (PNR und SWIFT) aussetzen und gemäß stren gsten Datenschutzstandards neu ver- handeln.
#1148Die geheimdienstliche Ausspähung von EU-In stitutionen, auch durch EU-Mitgliedstaa- ten, verurteilen wir.
#1149Wir fordern eine grundsätzlic he Neuaufstellung der Geheimdienstarbeit von allen Mitgliedstaaten und Verpflichtungen, um gegen seitige Spionageaktionen zu beenden.
#1150Wir GRÜNE treten für einen modernen und starken Dat enschutz in Europa ein.
#1151Nur durch ein gemeinsames Vorgehen der EU können wir internationa l hohe Standards durchsetzen.
#1152Die zu- künftige Datenschutzpolitik in Europa muss auf der wissentlichen und expliziten Zustimmung zur Datenverarbeitung sowie umfassenden Information s- und Löschungsansprüchen gegenüber allen DatenverarbeiterInnen basieren.
#1153Nur wenn Verb raucherInnen aktiv einwilligen, dürfen ihre persönlichen Daten über die eigentlichen Vertragszw ecke hinaus erhoben, verwendet und wei- tergegeben werden.
#1154Außerdem müssen datenschutzfreun dliche Technik und Voreinstellungen zum EU-Standard werden.
#1155Auch das immer weiter verbr eitete Einkaufen mit dem Handy muss Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1156BDK Dresden, 07.
#1157Februar 2014 höchsten Sicherheitsstandards entsprechen.
#1158Zudem mü ssen die Darstellungsmöglichkeiten von Vertragsbedingungen verbessert werden.
#1159Unternehmen muss es verboten sein, Daten von Euro- päerInnen an Drittstaaten weiterzugeben, wenn es da für keine Grundlage im europäischen Recht gibt.
#1160Wir wollen das Safe-Harbor-Abkommen (Ve reinbarung zwischen der EU und den USA, wonach US-Unternehmen die Daten von EU-BürgerI nnen unter bestimmten Vorausset- zungen in den USA verarbeiten dürfen) aufkündigen u nd neu verhandeln, um den europäischen Datenschutz im transatlantischen Austausch zu gewäh rleisten.
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