Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 18.07.2026 PDF
#1108
Gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuell e, Transsexuelle, Transgender und Interse- xuelle (LSBTTI) Wir kämpfen europaweit gegen jede Art von Diskrimin ierung aufgrund sexueller und ge- schlechtlicher Identität und wollen die vollständig e Gleichstellung von LSBTTI nicht nur auf dem Papier, sondern in allen gesellschaftlichen Bereich en auch in der Praxis durchsetzen.
#1109
Auch in Deutschland werden Lesben und Schwule beim Adoption srecht weiterhin benachteiligt, Trans- sexuelle werden pathologisiert.
#1110
Es gibt immer noch Mitgliedstaaten, die eine Ehe oder registrier- te Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare ni cht anerkennen.
#1111
LebenspartnerInnen werden z.
#1112
in Polen als Ledige behandelt, und in vielen E U-Ländern können lesbischen und schwulen Adoptiveltern ihre Rechte streitig gemacht werden.
#1113
Das schränkt faktisch das Recht auf Freizü- gigkeit und die Niederlassungsfreiheit ein.
#1114
Wir for dern deshalb die EU-weite Anerkennung ein- getragener Partnerschaften und gleichgeschlechtlich er Ehen.
#1115
Darüber hinaus setzen wir uns für den Schutz von Regenbogenfamilien, den Zugang zur R eproduktionsmedizin für Frauen und den Zugang zu medizinischer Versorgung für Transsex uelle in Hinblick auf die gewünschte An- gleichung an das Zielgeschlecht in allen Ländern de r EU ein.
#1116
Gewalt aufgrund von Homophobie und Transphobie ist in der EU noch immer an der Tagesord- nung.
#1117
Um Vorurteilen aufgrund sexueller und geschle chtlicher Identität entgegenzutreten, wol- len wir EU-Programme zur Förderung der Vielfalt auf legen.
#1118
Außerdem möchten wir LSBTTI-Po- litik als Querschnittsaufgabe in bestehende EU-Prog ramme, wie z.
#1119
Jugendbegegnungen inte- grieren.
#1120
Selbstbestimmt leben in Europa Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf Selb stbestimmung in ganz Europa, genau wie nichtbehinderte Menschen.
#1121
Egal ob bei der Arbei t, auf Reisen oder im Rahmen der Ausbil- dung: Viel zu oft wird ihre Teilhabe durch Barriere n verhindert.
#1122
Wir möchten das auf europäi- scher Ebene ändern und das Recht auf selbstbestimmt e Teilhabe in einer Sozialcharta verankern, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1123
Februar 2014 S.
#1124
die für alle Mitgliedstaaten verbindlich ist.
#1125
Mens chen-)Rechte und Ansprüche möchten wir über die Europäische Strategie für behinderte Mensc hen europaweit harmonisieren.
#1126
Wir werden uns gegen die Blockade der fünften Antidiskriminier ungsrichtlinie durch die deutsche Bundesre- gierung stark machen.
#1127
Sozialrechtliche Ansprüche zu m Nachteilsausgleich möchten wir in allen Mitgliedstaaten frei von der Anrechnung von Einkomm en und Vermögen gestalten.
#1128
Drogenpolitik: Regulieren statt kriminalisier en Der globale Krieg gegen Drogen ist gescheitert.
#1129
Er fördert organisierte Kriminalität, verletzt Menschenrechte und trägt zur Destabilisierung von S taaten bei.
#1130
Wir wollen deshalb, dass sich die Europäische Union auf internationaler Ebene für ein Ende des Drogenkriegs einsetzt.
#1131
Natio- nale Schritte für eine Reform der Drogenpolitik sol lten unterstützt und nicht behindert werden.
#1132
Die Europäische Union sollte überdies eine Reform d er Drogenpolitik in ihren Mitgliedstaaten fördern, die auf Prävention, Schadensminderung, Ent kriminalisierung, Hilfe und Regulierung setzt – und nicht auf Repression.
#1133
Wer abhängig ist, braucht Hilfe und keine Strafverfolgung.
#1134
Anstelle der gescheiterten Verbotspolitik fordern w ir langfristig eine an den tatsächlichen ge- sundheitlichen Risiken orientierte Regulierung alle r - auch bislang illegaler - Drogen.
#1135
Wir spre- chen uns auch weiterhin dafür aus, dass Drogen wie Cannabis legal an Erwachsene abgegeben werden können.
#1136
Pauschale Verbote neuer psychoaktive r Substanzen lehnen wir ab.
#1137
Stattdessen wollen wir Zulassungsverfahren auf der Grundlage vo n Risikobewertungen ermöglichen, wie es sie bereits in anderen Ländern gibt.
#1138
Die Kriminalis ierung von DrogenkonsumentInnen muss be- endet werden.


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