Dokument lesen
-
vom 18.07.2026 PDF
#1103
Fenster schließen und zurück
Bei den jährlichen Haushaltsve rhandlungen des Europäischen Parlaments werden wir dafür streiten, dass genügend Mittel für erfolgreiche Programme zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und zur Unterstützung von H ilfsorganisationen bereitgestellt werden.
#1104Wir GRÜNE stellen uns grundsätzlich gegen jede Art von Sexismus.
#1105Auch gegen sexistische Werbung, weil sie Frauen aufgrund des Geschlechts a bwertet und diskriminiert.
#1106Wir wollen, dass EU-weite Kriterien erarbeitet werden, die defi nieren, was sexistische Werbung ist.
#1107Als Vor- bild könnten die vom österreichischen Werberat defi nierten Kriterien dienen.
#1108Gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuell e, Transsexuelle, Transgender und Interse- xuelle (LSBTTI) Wir kämpfen europaweit gegen jede Art von Diskrimin ierung aufgrund sexueller und ge- schlechtlicher Identität und wollen die vollständig e Gleichstellung von LSBTTI nicht nur auf dem Papier, sondern in allen gesellschaftlichen Bereich en auch in der Praxis durchsetzen.
#1109Auch in Deutschland werden Lesben und Schwule beim Adoption srecht weiterhin benachteiligt, Trans- sexuelle werden pathologisiert.
#1110Es gibt immer noch Mitgliedstaaten, die eine Ehe oder registrier- te Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare ni cht anerkennen.
#1111LebenspartnerInnen werden z.
#1112in Polen als Ledige behandelt, und in vielen E U-Ländern können lesbischen und schwulen Adoptiveltern ihre Rechte streitig gemacht werden.
#1113Das schränkt faktisch das Recht auf Freizü- gigkeit und die Niederlassungsfreiheit ein.
#1114Wir for dern deshalb die EU-weite Anerkennung ein- getragener Partnerschaften und gleichgeschlechtlich er Ehen.
#1115Darüber hinaus setzen wir uns für den Schutz von Regenbogenfamilien, den Zugang zur R eproduktionsmedizin für Frauen und den Zugang zu medizinischer Versorgung für Transsex uelle in Hinblick auf die gewünschte An- gleichung an das Zielgeschlecht in allen Ländern de r EU ein.
#1116Gewalt aufgrund von Homophobie und Transphobie ist in der EU noch immer an der Tagesord- nung.
#1117Um Vorurteilen aufgrund sexueller und geschle chtlicher Identität entgegenzutreten, wol- len wir EU-Programme zur Förderung der Vielfalt auf legen.
#1118Außerdem möchten wir LSBTTI-Po- litik als Querschnittsaufgabe in bestehende EU-Prog ramme, wie z.
#1119Jugendbegegnungen inte- grieren.
#1120Selbstbestimmt leben in Europa Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf Selb stbestimmung in ganz Europa, genau wie nichtbehinderte Menschen.
#1121Egal ob bei der Arbei t, auf Reisen oder im Rahmen der Ausbil- dung: Viel zu oft wird ihre Teilhabe durch Barriere n verhindert.
#1122Wir möchten das auf europäi- scher Ebene ändern und das Recht auf selbstbestimmt e Teilhabe in einer Sozialcharta verankern, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#1123Februar 2014 S.
#1124die für alle Mitgliedstaaten verbindlich ist.
#1125Mens chen-)Rechte und Ansprüche möchten wir über die Europäische Strategie für behinderte Mensc hen europaweit harmonisieren.
#1126Wir werden uns gegen die Blockade der fünften Antidiskriminier ungsrichtlinie durch die deutsche Bundesre- gierung stark machen.
#1127Sozialrechtliche Ansprüche zu m Nachteilsausgleich möchten wir in allen Mitgliedstaaten frei von der Anrechnung von Einkomm en und Vermögen gestalten.
#1128Drogenpolitik: Regulieren statt kriminalisier en Der globale Krieg gegen Drogen ist gescheitert.
#1129Er fördert organisierte Kriminalität, verletzt Menschenrechte und trägt zur Destabilisierung von S taaten bei.
#1130Wir wollen deshalb, dass sich die Europäische Union auf internationaler Ebene für ein Ende des Drogenkriegs einsetzt.
#1131Natio- nale Schritte für eine Reform der Drogenpolitik sol lten unterstützt und nicht behindert werden.
#1132Die Europäische Union sollte überdies eine Reform d er Drogenpolitik in ihren Mitgliedstaaten fördern, die auf Prävention, Schadensminderung, Ent kriminalisierung, Hilfe und Regulierung setzt – und nicht auf Repression.
#1133Wer abhängig ist, braucht Hilfe und keine Strafverfolgung.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: