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vom 22.07.2026 PDF
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Wir GRÜNE wollen deshalb im Rahmen einer e uropäischen Bankenunion die Banken über einen Bankenabwicklungsfonds selbst für die Ko sten der Bankenabwicklungen aufkommen lassen, und wir wollen durch einen europäischen Sch uldentilgungspakt die Krisenländer über- haupt erst in die Lage versetzen, ihre Schulden abz utragen.
#96Uns geht es also um Hilfe zur Selbsthilfe.
#97Es ist richtig, von den Ländern, die K redithilfe bekommen, Reformen einzufordern.
#98Wo es zu lasche Regulierungen des eigenen Bankensek tors, sozial unausgewogene Steuersyste- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#99Februar 2014 S.
#100me und Klientelwirtschaft gibt, hat das die Krise m it verschärft.
#101Aber gleichzeitig brauchen diese Länder eine zukunftsfeste Perspektive, um einen Aus weg aus der Schuldenspirale zu finden.
#102Denn man kann sich aus einer Krise nicht einfach „h eraussparen“.
#103Notwendige Reformen müs- sen sozial ausgewogen gestaltet werden.
#104Sie dürfen nicht dazu führen, dass die sozialen Siche- rungssysteme zusammenbrechen, Wasserversorgung und Bildung privatisiert werden oder die Gesundheitsversorgung leidet.
#105Wir müssen dafür sorg en, dass Banken nicht mehr Milliardenbe- träge zu Lasten der Allgemeinheit verzocken.
#106Die Ko sten der Krise wollen wir gerecht verteilen.
#107Starke Schultern sollen dabei mehr tragen als schwa che.
#108Wir wollen insbesondere die Jugendlichen in Europa in den Blick nehmen.
#109Denn diese sind durch hohe Arbeitslosenraten besonders stark von de r Krise in Europa betroffen.
#110Durch falsche Finanzpolitik, Sparmaßnahmen und Krisenpolitik droh t die EU eine Generation zu verlieren, die in einem vereinten Europa aufgewachsen und mehrheit lich von der europäischen Idee über- zeugt ist.
#111Mehr Europa braucht mehr Demokratie Über die Zukunft der Europäischen Union darf nicht von Regierungschefinnen und Regierungs- chefs in Hinterzimmern entschieden werden.
#112Der Vert rag von Lissabon war ein Schritt nach vor- ne für die Demokratie in der EU.
#113Doch die Regierung en nutzen diese neuen Möglichkeiten nicht aus.
#114Statt beispielsweise eine demokratische Ausein andersetzung über die weitreichenden Kon- sequenzen der Krisenpolitik im Parlament zu führen, muteten sie den Bürgerinnen und Bürgern undurchsichtige Entscheidungen der Staats- und Regi erungschefInnen zu.
#115Diesen Kurs wollen wir ändern – für mehr Demokratie in Europa.
#116Wir streiten für mehr Mitbestimmung für die Bürgeri nnen und Bürger und mehr Macht für die Parlamente – vor Ort, in den Ländern, im Bund und a uf europäischer Ebene.
#117Mehr Demokratie bezieht die Bürgerinnen und Bürger stärker direkt e in, wie etwa durch die Europäische Bürgerin- itiative.
#118Entscheidungen sollen möglichst bürgerInn ennah fallen.
#119Wir wollen hin zu einer euro- päischen BürgerInnengesellschaft, die auch zwischen den Wahlen mehr Mitbestimmung einfor- dert und sich aktiv einmischen kann.
#120Bestehende Par tizipationsinstrumente wollen wir gemein- sam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickel n und ausbauen.
#121Starke Kommunen und Regionen können selbstbewusst ihre Interessen in de r EU vertreten, gerade auch bei öffentli- chen Dienstleistungen zur Daseinsvorsorge.
#122Nicht al les muss von der EU entschieden werden, vieles kann vor Ort besser entschieden werden.
#123Desh alb treten wir für das Prinzip der Subsidiari- tät ein.
#124Demokratie und Menschenrechte müssen überall in Eur opa und für alle durchgesetzt werden.
#125Wir wollen mehr Transparenz durch striktere Lobbyko ntrollen.
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