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vom 18.07.2026 PDF
#1068
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Den Weg hin zu einheitli- chen Mindeststandards im Strafverfahren, den das Eu ropäische Parlament während der letzten Legislaturperiode in diesem neuen Rechtsrahmen besc hritten hat, wollen wir GRÜNE fortführen.
#1069Insbesondere im Bereich der Gerichtskostenhilfe und der Untersuchungshaft bedarf es gemein- samer europäischer Standards.
#1070Für uns ist das Grund voraussetzung für eine verstärkte Zusam- menarbeit von Polizei und Justiz in der EU.
#1071Anlässe für polizeiliche Kooperation in der EU nehm en zu.
#1072Die grenzübergreifende Kooperation von Polizei- und Justizbehörden in Praxis und Ausbi ldung ist daher dringend nötig.
#1073Für uns ist dabei eine dezentrale Kooperation wichtig, die durc h die Agenturen Europol und Eurojust koor- diniert und kofinanziert werden soll.
#1074Diese Agentur en und ihre Arbeit müssen aber in Zukunft besser durch das Europäische Parlament kontrolliert werden.
#1075Gerade bei grenzübergreifenden Ermittlungen und Pol izeimaßnahmen, etwa im Rahmen des Europäischen Haftbefehls müssen Verfahrensregeln, B eschuldigtenrechte und rechtsstaatliche Prinzipien wie die Verhältnismäßigkeit klar veranke rt werden.
#1076Wir GRÜNE setzen uns grundsätz- lich für einen restriktiven Einsatz des Strafrechts ein; daher sehen wir EU-Regeln zum materiellen Strafrecht nur als ultima ratio .
#1077Der gerichtliche Grund- und Menschenrechtsschutz in Europa muss lückenlos gewährleistet werden und auch einen effektiven Individualrechtsschutz vorse- hen.
#1078Gleichberechtigung schaffen Für ein geschlechtergerechtes Europa kann und muss auch die EU in ihrem Einflussbereich mehr tun.
#1079Das fängt beim Geld an: Wir wollen erreichen, dass Frauen mindestens zu gleichen Teilen von europäischen Geldern profitieren.
#1080Dafür wollen wir ein Gender Budgeting der jährlichen EU-Haushalte.
#1081Das Europäische Institut für Gleichst ellungsfragen muss die nötigen Ressourcen bekommen, um verlässliche und EU-weit vergleichbare wissenschaftliche Grundlagen zu Anti- diskriminierungspolitik und geschlechterspezifische n Fragen in allen Politikfeldern zu liefern.
#1082Maßnahmen zum Gender-Mainstreaming sollen Männer un d Frauen als AkteurInnen von Gleichberechtigung einschließen.
#1083Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – da muss die EU dem europäischen Schluss- licht Deutschland endlich Beine machen.
#1084Die Richtli nie zur Entgeltgleichheit muss wirksame Maßnahmen zu Transparenz und mehr Lohngerechtigkeit enthalten und endlich effektiv umge- setzt werden.
#1085Das beugt auch der Altersarmut von Fr auen vor.
#1086Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Entsch eidungspositionen ist überfällig.
#1087Vorausset- zung dafür ist neben einer finanziellen Gleichstell ung auch eine deutliche Verbesserung der Ver- einbarkeit von Familie und Beruf.
#1088Außerdem unterstü tzen wir den Vorschlag der EU für eine verbindliche Frauenquote in Aufsichtsräten großer F irmen.
#1089Aber auch für die Führungsgremien der EU-Institutionen – wie zum Beispiel der Europäi schen Zentralbank – muss eine paritätische Besetzung verpflichtend werden.
#1090Parteien und nation ale Regierungen sollen Maßnahmen für Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1091BDK Dresden, 07.
#1092Februar 2014 die gleichberechtigte Beteiligung von Männern und F rauen ergreifen, wie z.
#1093die Einführung paritätischer Wahllisten für die Europawahl.
#1094Wir setzen uns für die reproduktiven und sexuellen Rechte von Frauen in allen Ländern ein.
#1095Da- her unterstützen wir auf europäischer Ebene die For derung, dass allen Frauen der Zugang zu ei- ner medizinisch sicheren Abtreibung und zu Verhütun gsmitteln ermöglicht wird.
#1096Wir wollen, dass endlich die Mutterschutz-Richtlinie im Ministe rrat verabschiedet wird.
#1097Wir unterstützen die Forderung nach 20 Wochen Mutterschutz und EU-weit z wei Wochen Vaterschaftsurlaub bei voller Bezahlung.
#1098Dies wäre für viele europäische L änder ein Riesen-Fortschritt und entspricht auch den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisati on.
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