Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 22.07.2026 PDF
#89
Da- mit nicht auseinanderbricht, was zusammengehört.
#90
EU -kritische, teilweise sogar rechtspopulisti- sche oder extreme Parteien erfahren in vielen Mitgl iedstaaten starken Zulauf.
#91
Wir kämpfen da- gegen an und setzen dem unsere Alternative entgegen .
#92
Mit dem Green New Deal setzen wir an den Wurzeln de r Krise an: Wir wollen ein europäisches Investitionsprogramm, das gerade in den Staaten unt er dem Euro-Rettungsschirm die ökologi- sche Modernisierung und die Energiewende voranbring t und so neue Jobs und Zukunftsper- spektiven schafft.
#93
Das Problem zu hoher Staats- und Bankschulden wollen wir nachhaltig ange- hen.
#94
Für das Abtragen dieser Schulden darf sich nie mand seiner Verantwortung entziehen – die Banken nicht, indem sie ihre Schulden auf die Gemei nschaft abwälzen, und ebenso wenig die Staaten.
#95
Wir GRÜNE wollen deshalb im Rahmen einer e uropäischen Bankenunion die Banken über einen Bankenabwicklungsfonds selbst für die Ko sten der Bankenabwicklungen aufkommen lassen, und wir wollen durch einen europäischen Sch uldentilgungspakt die Krisenländer über- haupt erst in die Lage versetzen, ihre Schulden abz utragen.
#96
Uns geht es also um Hilfe zur Selbsthilfe.
#97
Es ist richtig, von den Ländern, die K redithilfe bekommen, Reformen einzufordern.
#98
Wo es zu lasche Regulierungen des eigenen Bankensek tors, sozial unausgewogene Steuersyste- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BDK Dresden, 07.
#99
Februar 2014 S.
#100
me und Klientelwirtschaft gibt, hat das die Krise m it verschärft.
#101
Aber gleichzeitig brauchen diese Länder eine zukunftsfeste Perspektive, um einen Aus weg aus der Schuldenspirale zu finden.
#102
Denn man kann sich aus einer Krise nicht einfach „h eraussparen“.
#103
Notwendige Reformen müs- sen sozial ausgewogen gestaltet werden.
#104
Sie dürfen nicht dazu führen, dass die sozialen Siche- rungssysteme zusammenbrechen, Wasserversorgung und Bildung privatisiert werden oder die Gesundheitsversorgung leidet.
#105
Wir müssen dafür sorg en, dass Banken nicht mehr Milliardenbe- träge zu Lasten der Allgemeinheit verzocken.
#106
Die Ko sten der Krise wollen wir gerecht verteilen.
#107
Starke Schultern sollen dabei mehr tragen als schwa che.
#108
Wir wollen insbesondere die Jugendlichen in Europa in den Blick nehmen.
#109
Denn diese sind durch hohe Arbeitslosenraten besonders stark von de r Krise in Europa betroffen.
#110
Durch falsche Finanzpolitik, Sparmaßnahmen und Krisenpolitik droh t die EU eine Generation zu verlieren, die in einem vereinten Europa aufgewachsen und mehrheit lich von der europäischen Idee über- zeugt ist.
#111
Mehr Europa braucht mehr Demokratie Über die Zukunft der Europäischen Union darf nicht von Regierungschefinnen und Regierungs- chefs in Hinterzimmern entschieden werden.
#112
Der Vert rag von Lissabon war ein Schritt nach vor- ne für die Demokratie in der EU.
#113
Doch die Regierung en nutzen diese neuen Möglichkeiten nicht aus.
#114
Statt beispielsweise eine demokratische Ausein andersetzung über die weitreichenden Kon- sequenzen der Krisenpolitik im Parlament zu führen, muteten sie den Bürgerinnen und Bürgern undurchsichtige Entscheidungen der Staats- und Regi erungschefInnen zu.
#115
Diesen Kurs wollen wir ändern – für mehr Demokratie in Europa.
#116
Wir streiten für mehr Mitbestimmung für die Bürgeri nnen und Bürger und mehr Macht für die Parlamente – vor Ort, in den Ländern, im Bund und a uf europäischer Ebene.
#117
Mehr Demokratie bezieht die Bürgerinnen und Bürger stärker direkt e in, wie etwa durch die Europäische Bürgerin- itiative.
#118
Entscheidungen sollen möglichst bürgerInn ennah fallen.
#119
Wir wollen hin zu einer euro- päischen BürgerInnengesellschaft, die auch zwischen den Wahlen mehr Mitbestimmung einfor- dert und sich aktiv einmischen kann.


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