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vom 18.07.2026 PDF
#1015
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Auch beim Aus- bau der sozialen Infrastruktur kann das sinnvoll se in, und das nicht nur in dünn besiedelten Ge- bieten.
#1016Wir unterstützen daher die Europäische Terr itoriale Zusammenarbeit als eigenständiges Ziel der Kohäsionspolitik.
#1017Auch geografisch voneinander weit entfernte Städte und Regionen haben gemeinsame Interes- sen und Ziele: GRÜNE haben den „Konvent der Bürgerm eister“ mit ins Leben gerufen, in dem sich fast 5.
#1018europäische Kommunen zur Erreichung ambitionierter Klimaziele verpflichtet ha- ben.
#1019Wir wollen viel mehr solcher Initiativen förde rn.
#1020Entscheidungen dort treffen, wo sie hingehöre n.
#1021Mehr Europa“, das heißt für uns, die EU stärker ma chen, wo gemeinsames Handeln notwen- dig und sinnvoll ist.
#1022Es bedeutet nicht, dass wir m öglichst viele Entscheidungen auf die europäi- sche Ebene verlagern wollen.
#1023Eine zentralistische E U, die bis ins Kleinste vorschreibt, was andere tun oder lassen sollen, untergräbt die Entscheidung sspielräume der demokratisch legitimierten Räte und Parlamente.
#1024Vieles kann besser vor Ort, näher an den BürgerInne n entschieden werden.
#1025Nichts anderes be- sagt das Prinzip der Subsidiarität, dem auch die EU verpflichtet ist.
#1026Wir wollen in einem offenen politischen Prozess unter Einbeziehung aller Parlam ente diskutieren, welche Bereiche besser de- zentral geregelt werden könnten - ohne dabei außer Acht zu lassen, dass überall dort, wo grenzüberschreitende Probleme, z.
#1027im Zusammenhang mit dem Klimawandel oder dem Um- weltschutz existieren, auch grenzüberschreitende Lö sungen gefunden werden müssen.
#1028Ebenso wollen wir das bestehende europäische Instrument de r Subsidiaritätskontrolle auf allen Ebenen ausbauen: Wir setzen uns dafür ein, dass kommunale und regionale Parlamente bzw.
#1029Gebiets- körperschaften ein Recht auf Anhörung und Einflussn ahme auf alle übergeordneten Ebenen bis zum Europäischen Parlament haben, ohne dass Länder oder Nationalstaaten dies mit Verweis auf ihre Landeshoheit blockieren können.
#1030Wir machen uns für den Ausbau direkt-demokratischer Entscheidungsmöglichkeiten auf allen, insbesondere auch auf der europäischen Ebene stark.
#1031Bezüglich der Stärkung von Beteiligung Beschluss (vorläufig): Europawahlprogramm 2014 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN S.
#1032BDK Dresden, 07.
#1033Februar 2014 auf lokaler und regionaler Ebene kann die europäisc he Ebene eine koordinierende Funktion übernehmen.
#1034Zudem ist uns wichtig, auch ganz prakti sche Fragen, wie zum Beispiel die Zeitum- stellung auf die europäische Ebene zu heben, wenn d as von Bürgerinnen und Bürgern in Europa eingebracht wird.
#1035ffentliche Daseinsvorsorge vor Ort gestalten Wir GRÜNE wehren uns entschieden dagegen, dass eine Ausdehnung der Binnenmarktregeln die Handlungsspielräume der Regionen und Kommunen i m Bereich der Daseinsvorsorge weiter einschränkt.
#1036Die Lebensqualität hängt maßgeblich da von ab, dass qualitativ hochwertige und bezahlbare öffentliche Dienstleistungen zur Verfügu ng stehen: zum Beispiel eine gute Wasser- versorgung, Abfallentsorgung, ein leistungsfähiger Personennahverkehr, soziale oder kulturelle, Gesundheits- oder Erziehungsdienstleistungen.
#1037Um di es gewährleisten zu können, brauchen ins- besondere die Kommunen Gestaltungs- und Organisatio nsspielraum, den das Grundgesetz ga- rantiert und dessen Achtung im Vertrag von Lissabon verankert ist.
#1038Der soziale Wohnungsbau und die sozialen Wohnraumförderungen müssen weiterh in in der Gesetzgebungshoheit der Mitgliedstaaten und ihrer Gebietskörperschaften lie gen.
#1039Nur sie können auf die vielfältigen Her- ausforderungen und Bedingungen der jeweiligen Wohnu ngsmärkte eingehen und passgenaue Angebote liefern.
#1040Die Vergabe öffentlicher Aufträge oder die interkommunale Zusammenarbeit darf nicht durch EU-Wettbewerbsrecht zur Privatisie rungsfalle werden.
#1041Ausdrücklich muss der öffentlichen Hand die Möglichkeit gegeben sein, öff entliche Grundstücke auch unter Berück- sichtigung von Zielen der Daseinsvorsorge und weite rer kommunalpolitischer Entwicklungsziele zu vergeben; das EU-Wettbewerbsrecht darf dem nicht entgegenstehen.
#1042Auch die Besteuerung interkommunaler Zusammenarbeit lehnen wir ab; diese Zusammenarbeit ist eine rein organisa- torische Angelegenheit der beteiligten Kommunen.
#1043Ge gen den drohenden Privatisierungsdruck im Wasserbereich stand ein breites Bündnis aus Komm unen im engen Schulterschluss mit grü- nen Abgeordneten aus Landtagen, Bundestag und Europ äischem Parlament.
#1044Unterstützt von der erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „Wa sser ist ein Menschenrecht“ ist es schließlich gelungen, den Rat – einschließlich der schwarz-gelb en Bundesregierung – und die Kommission zum Einlenken zu bewegen.
#1045Dieser Erfolg darf nicht durch die Verhandlungen über das transat- lantische Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) ge fährdet werden.
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