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vom 04.03.2026 PDF
#23
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Nicht jedes Problem in Europa ist eine Aufgabe für Europa.
#24Wir wollen, dass sich Europa vor allem auf die Probleme konzentriert, die Regionen und Staaten in einer sich wandelnden Welt nicht allein lösen können.
#25Wir wollen ein Europa, das den Menschen nützt und sie schützt.
#26Europa muss sich klar zu den Werten des Christentums und der Aufklärung bekennen und aus ihnen leben.
#27Diese Werte verpflichten uns zur Verteidigung der unantastbaren Menschenwürde, zur Verwirklichung der universalen Menschenrechte, zur Stärkung von Ehe und Familie sowie zum Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod.
#28Diese gemeinsamen Wurzeln setzen zugleich klare Grenzen für die Erweiterungsfähigkeit Europas.
#29Europa muss die kulturellen Besonderheiten seiner starken Regionen achten und schützen und den Menschen dadurch Heimat bewahren.
#30Die CSU steht für ein starkes Bayern in Europa.
#31Für ein bürgernahes und demokratisches Europa Europäische Regelungen wirken sich immer stärker auf das Leben der Menschen aus.
#32Sie fordern deshalb mehr Mitsprache in Europa und wollen stärker in europäische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
#33Darum fordern wir mehr Demokratie für Europa.
#34Wir wollen die Bürger bei wichtigen Fragen zu Europas Zukunft mit Volksabstimmungen stärker in die Entscheidung einbeziehen.
#35Dies soll gelten, wenn wichtige Zuständigkeiten von den Mitgliedstaaten auf Europa übertragen werden oder wenn die europäische Familie um weitere Mitgliedstaaten erweitert werden soll.
#36Bayern ist Vorbild in Sachen direkter Demokratie – auf Landesebene und auf kommunaler Ebene.
#37Diese direkten Mitwirkungsmöglichkeiten haben sich in Bayern seit Jahrzehnten bewährt.
#38Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass sich die Menschen mit politischen Entscheidungen wirklich identifizieren.
#39Es ist Aufgabe der Politik, politische Entscheidungen gut zu begründen und dadurch die Zustimmung der Menschen zu notwendigen wichtigen Veränderungen und deren Vertrauen zu erarbeiten.
#40Wir fordern, dass das Europäische Parlament als einzige direkt vom Volk gewählte EUInstitution alle grundsätzlichen Fragen der EU mitentscheidet.
#41Nur, wenn wir das Europäische Parlament umfassend stärken, schaffen wir mehr Transparenz und Demokratie.
#42Ein starkes Europäisches Parlament verhindert, dass Bürokraten hinter verschlossenen Türen unverständliche Entscheidungen fällen – wie das Verbot von Glühbirnen oder Vorgaben zum Salzgehalt im Brot oder zur Mindestgröße von Güllegruben.
#43Solche Entscheidungen der Bürokratie müssen künftig demokratisch kontrolliert werden.
#44Wir wollen, dass das Europäische Parlament künftig an einem Ort tagt und das Recht erhält, selbst über seinen Sitz zu entscheiden.
#45Wir wollen auch bei Europawahlen Direktwahlkreise einführen, damit die Bürger unmittelbaren Einfluss auf die Wahl der Kandidaten haben.
#46Wir verbessern dadurch die Verankerung der Europaabgeordneten vor Ort und geben europäischer Politik ein Gesicht.
#47Europäische Politik rückt dadurch näher an die Menschen heran.
#48Unser Ziel ist, die gefühlte Distanz zwischen der Politik und den Menschen zu verringern.
#49Wir verlangen eine deutlich stärkere Beteiligung von Bundestag und Bundesrat bei der europäischen Gesetzgebung.
#50Bei allen Gesetzgebungsvorhaben auf europäischer Ebene müssen Bundestag und Bundesrat zwingend angehört werden.
#51Die Bundesregierung muss in der Europapolitik eng mit Bundestag und Bundesrat zusammenarbeiten und ihr Vorgehen im EU-Ministerrat mit ihnen hinreichend abstimmen.
#52Stellungnahmen des deutschen Bundestages und gegebenenfalls des Bundesrates in EU-Angelegenheiten müssen für die Bundesregierung grundsätzlich verbindlich sein.
#53Soweit Länderkompetenzen berührt sind, müssen die Landtage in die europäische Gesetzgebung miteinbezogen werden.
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