Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 04.03.2026 PDF
#138
Wir wollen, dass die Rechte und der notwendige Schutz der Arbeitnehmer, die mit ihrer Arbeit die Grundlagen unseres Wohlstandes erwirtschaften, gewährleistet bleiben.
#139
Die europäische Politik schafft in ihrem Zuständigkeitsbereich einen sozialen Rahmen und liefert hierdurch eine wichtige Antwort auf die Globalisierung.
#140
Die EU bietet den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Schutz und sorgt für faire Arbeitsbedingungen.
#141
Eine generelle europäische Zuständigkeit in der Sozialpolitik lehnen wir jedoch ab, da die soziale Absicherung in den EU-Mitgliedstaaten äußerst unterschiedlich ist.
#142
Eine europäische Zentralisierung in der Sozialpolitik würde zwangsläufig zu Lasten unserer im europäischen Vergleich hervorragenden deutschen sozialen Sicherungssysteme gehen.
#143
Gemeinsame europäische Sozialkassen lehnen wir aus diesem Grund ebenfalls ab.
#144
Wir stehen für die Gleichberechtigung aller Bürger und sprechen uns klar gegen jede Form der Diskriminierung aus.
#145
Weiteren Antidiskriminierungsvorgaben der EU erteilen wir jedoch eine klare Absage.
#146
Wir wollen entschlossen und auf allen Ebenen das in Europa nach wie vor zwischen Männern und Frauen bestehende inakzeptable Lohngefälle bekämpfen.
#147
Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gehört für uns auch eine moderne Gleichstellungspolitik.
#148
Hierzu bedarf es aber keiner neuen Regeln aus Brüssel.
#149
Wir wollen die Qualifikation junger Menschen im europäischen Kontext auf nationaler und regionaler Ebene weiter verbessern.
#150
Deshalb werden wir im Rahmen der Jugendaustausch- und Bildungsprogramme dafür sorgen, dass möglichst vielen jungen Menschen die Chance gegeben wird, im europäischen Ausland zusätzliche Qualifikationen zu erwerben.
#151
Eine Einmischung in die Bildungshoheit Bayerns lehnen wir jedoch ab.
#152
Bildung bleibt Ländersache.
#153
Im Wettbewerb der Bildungssysteme Europas wollen wir Bayerns Spitzenstellung weiter ausbauen.
#154
Wir setzen uns dafür ein, die europaweite Anerkennung von Bildungsabschlüssen weiter zu vereinfachen.
#155
Der beruflichen Bildung muss im vereinigten Europa ein gleichrangiger Stellenwert zukommen, wie dies in Bayern der Fall ist.
#156
Wir wollen das hohe Schutzniveau der Bürger im Verbraucherschutz erhalten und stärken.
#157
Wir setzen auf gemeinsame Regeln im europäischen Binnenmarkt nach dem Leitbild des mündigen Verbrauchers.
#158
Diese dürfen aber nicht zu einer überbordenden Bürokratie führen, die dem Verbraucher nicht nützt.
#159
Für ein Europa mit Haushaltsdisziplin und Beitragsgerechtigkeit Ein bürgernahes Europa ist auch ein sparsames Europa.
#160
Es ist ein Europa, das verantwortungsbewusst mit dem Geld der Steuerzahler umgeht.
#161
Die CSU kämpft für die Interessen der bayerischen und deutschen Steuerzahler auch in Europa.
#162
Wir fordern, dem Haushalt der Europäischen Union klare Grenzen zu setzen, und die Grundsätze des sparsamen Haushaltens und die Kontrollen hierüber in der EU zu verschärfen.
#163
Gerade angesichts der Wirtschaftskrise darf der EU-Haushalt nicht unbegrenzt ausgedehnt werden.
#164
Wir lehnen eine EU-Steuer ab.
#165
Die letzte Entscheidung über die Höhe der Zuflüsse aus den nationalen Haushalten an die EU muss bei den Mitgliedstaaten bleiben.
#166
Mehr Abgaben zu Gunsten der Europäischen Union bedeuten langfristig höhere Belastungen für die Bürger in unserem Land.
#167
Wir verlangen mehr Beitragsgerechtigkeit in der EU und lehnen höhere Lasten für Deutschland als EU-Nettozahler ab.
#168
Wir werden deshalb in der nächsten Legislaturperiode die dringend notwendige Reform der EU-Finanzen vorantreiben.


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