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vom 15.01.2026 PDF
#440
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Dazu muss insbesondere das Zugleit- und Sicherungssystem ERTMS als europäischer Standard zügig eingeführt werden die Verbesserung des Lärmschutzes an Eisenbahnstrecken, insbesondere durch Maßnahmen an Güterzügen, z.
#441durch den Einsatz der K-Sohle die Freigabe der Kabotage, also von Transport- und Logistikdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ein Unternehmen aus einem anderen EU-Land die Einbeziehung aller Verkehrsträger in den europaweiten Emissionshandel durch den Erwerb von Verschmutzungsrechten auf der Großhandelsebene von Treibstoffen Streichung willkürlicher Verteuerungsinstrumente (wie der Ökosteuer) die schnellstmögliche Einführung eines europaweiten Systems zur Zertifizierung nachhaltig gewonnener Biokraftstoffe die Gleichbehandlung der Verkehrsträger die Bewahrung des kommunalen Selbstbestimmungsrechts — insbesondere bei Maßnahmen im städtischen Verkehr die Schaffung eines europäischen Luft- und Seeverkehrsraumes, u.
#442durch ein gemeinsames Flugverkehrsmanagement (Single European Sky) und die Beseitigung der Seebinnengrenzen den Ausbau der transeuropäischen Verkehrskorridore, insbesondere zur Beseitigung grenzüberschreitender Engpässe 14.
#443Wie schaffen wir mehr Demokratie und weniger Bürokratie in Europa.
#444Europa verändert in atemberaubender Geschwindigkeit sein Gesicht – muss aber aufpassen, die Bürger bei diesen Entwicklungen nicht am Rand stehen zu lassen.
#445Die voranschreitende Vertiefung und Harmonisierung des Binnenmarktes hat neben dem gewünschten einheitlichen Rechtsrahmen oft den Effekt, dass durch Übergangsvorschriften, Ausnahmeregelungen für einzelne Länder oder unterschiedliche Auslegungen von Richtlinien eine für den Bürger schwer zu verstehende Bürokratie entsteht.
#446Hinzu kommen manchmal unsinnige und für Unternehmen fast immer belastende Berichts- und Mitteilungspflichten.
#447Das Ziel europäischer Zusammenarbeit – das Leben und die wirtschaftliche Entwicklung der Menschen grenzüberschreitend zu erleichtern — wird dabei oft aus dem Auge verloren.
#448So sehr einzelne Regelungen ihre Berechtigung haben mögen, ist ein wichtiges Ziel der Liberalen, diese ungewünschten Nebeneffekte der europäischen Zusammenarbeit so gering wie möglich zu halten.
#449Bürokratieabbau fängt an der Spitze an: Deshalb hält die FDP an ihrer Forderung nach einer Verkleinerung der Europäischen Kommission fest.
#450In der Rotation wird darauf zu achten sein, dass die Mitgliedstaaten ihrem demografischen und wirtschaftlichen Gewicht entsprechend vertreten sein müssen.
#451Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung sind für die Liberalen Chefsache und müssen in der Zuständigkeit des Kommissionspräsidenten angesiedelt sein.
#452Parlamentarische Mitwirkung auf nationaler wie europäischer Ebene ist der Garant für eine bürgernähere Rechtsetzung.
#453Die weitere Demo49 kratisierung der EU ist auch ein Schlüssel für die Akzeptanz weiterer Vertiefung der europäischen Integration.
#454In den EU-Verträgen sollte zudem die Möglichkeit verankert werden, dass die Bürgerinnen und Bürger über Fragen, die für die Fortentwicklung der Union von grundlegender Bedeutung sind, einen EU-weiten Volksentscheid herbeiführen können.
#455Dies gilt im Besonderen auch für die Schaffung einer echten EU-Verfassung, für die sich die FDP einsetzt.
#456Das Europäische Parlament soll nur noch an einem Ort tagen und, wie jedes andere Parlament auch, alleine über seinen Sitz entscheiden.
#457Zurzeit ist es weltweit das einzige Parlament, das nicht nur einen, sondern gleich drei offizielle Standorte hat – in drei verschiedenen Ländern.
#458Dieser Reisezirkus, verbunden mit einem immensen bürokratischen Aufwand, sowie Kosten für Steuerzahler und Umwelt, muss beendet werden.
#459Insbesondere steht das Europäische Parlament in der Verantwortung, Maßnahmen der Kommission und des Rates auf ihre Alltagstauglichkeit und Bürgerfreundlichkeit hin zu überprüfen.
#460Deshalb müssen die Rechte des Europäischen Parlaments, aber auch der nationalen Parlamente weiter gestärkt werden.
#461Die teuren „beratenden“ Gremien Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA) und Ausschuss der Regionen (AdR) sind dagegen überflüssig oder bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.
#462Die nationalen Parlamente haben die Aufgabe, die Arbeit der jeweiligen Regierungen in Brüssel zu kontrollieren und die europäischen Debatten in die jeweilige nationale Öffentlichkeit zu tragen.
#463Der Deutsche Bundestag hat diese Aufgabe bisher nur unzureichend wahrgenommen.
#464Allzu oft wurde er in den letzten Jahren von im Rat verabschiede50 ten Richtlinien überrascht, obwohl er zuvor hätte mitwirken können.
#465Die FDP setzt sich dafür ein, die Gesetzgebung transparenter und für den Bürger nachvollziehbarer zu machen.
#466Auch bei den Verhandlungen zur Finanziellen Vorausschau der EU spielt das deutsche Parlament eine zu geringe Rolle.
#467Hier gibt die Bundesregierung ohne vorherige Beteiligung des Bundestages regelmäßig Zusagen in Milliardenhöhe.
#468Die FDP will, dass die Mitwirkungs- und Informationsrechte des Bundestages weiter gestärkt werden.
#469Nach dem Subsidiaritätsprinzip kann die Europäische Union nur rechtsetzend tätig werden, sofern sie eine entsprechende Rechtsgrundlage hat und nachweisen kann, dass eine Regelung auf europäischer Ebene sinnvoller ist, als auf nationaler.
#470Gerade letzteres wurde in den letzten Jahren kaum beachtet.
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