Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 15.01.2026 PDF
#361
In der vergangenen Legislaturperiode waren die Liberalen erfolgreich: Im Chemikalienrecht konnte erreicht werden, dass die Kontrollbürokratie für kleinere und mittelständische Betriebe zumutbar bleibt.
#362
Die ab 2010 geltende neue Luftqualitätsrichtlinie trägt eine liberale Handschrift: Die Kommunen erhalten mehr Entscheidungsfreiheiten.
#363
Statt der kurzsichtigen Betrachtung von Tagesgrenzwerten für Feinstaub wechselt der Fokus auf Jahresmittelwerte; nicht vom Menschen verursachte Einflüsse finden zukünftig Berücksichtigung.
#364
In vielen weiteren Gesetzgebungsverfahren konnten die Liberalen Akzente setzen für eine Politik der Anreize statt Verbote, für Subsidiarität und Bürokratieabbau.
#365
Liberale Umweltpolitik definiert Ziele; die Wahl der Instrumente zu deren Erreichung überlässt sie dem Wettbewerb um die besten Ideen.
#366
Die FDP will eine europäische Umweltpolitik mit mehr Markt und Eigenverantwortung.
#367
Staatliches Ordnungsrecht kann nur letztes Mittel sein.
#368
Es darf keine Politik der Symbolmaßnahmen geben.
#369
Diffuse Ängste akzeptieren Liberale nicht als politische Ratgeber.
#370
Nur Fakten über tatsächliche Gefährdungen sowie den realen Nutzen von Maßnahmen sind die Grundlagen liberaler Umweltpolitik.
#371
In der Abfallpolitik fordert die FDP eine dreistufige Abfallhierarchie, d.
#372
Abfallvermeidung vor Verwertung vor Beseitigung.
#373
Grundsätzlich müssen alle Formen der Verwertung als gleichwertige Optionen betrachtet werden: Ob stoffliche oder energetische Verwertung erfordert eine ökologische Einzelfallbetrachtung.
#374
Bei der Umsatzsteuer für Abfall und Abwasser sollen private und öffentliche Entsorger gleichgestellt werden.
#375
Es soll der ermäßigte Umsatzsteuersatz zur Anwendung kommen können.
#376
Die zum Teil missbräuchlich genutzten Spielräume der Mitgliedstaaten bei Emissionsgrenzwerten für Industrieanlagen müssen abgeschafft werden.
#377
Die FDP unterstützt einheitliche europäische Standards für deren Genehmigung und Betrieb durch eine Revision der Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU-Richtlinie).
#378
Die FDP fordert eine europaweite Regelung zur Einführung lärmabhängiger Trassenpreise, damit lärmärmere Schienenfahrzeuge in der EU eingesetzt werden.
#379
Die bestehenden Grenzwerte für Reifengeräusche (EU-Reifenrichtlinie) müssen verschärft werden.
#380
Im Schiffsverkehr müssen die Luftverunreinigungen durch Schwefelund Stickstoffemissionen gesenkt werden.
#381
Neben einer Verschärfung von Grenzwerten muss vor allem eine flächendeckende landseitige Stromversorgung der Schiffe während der Liegezeiten in Häfen aufgebaut werden.
#382
Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie muss durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit besser umgesetzt werden.
#383
Die illegale Fischerei muss wirksam bekämpft werden.
#384
Zugleich sollte auch bei der Ausgestaltung der EU-Fischereiabkommen die nachhaltige Fischerei stärker berücksichtigt werden.
#385
Ein Verbot der Grundschleppnetz- Fischerei wird von den Liberalen unterstützt.
#386
Zusätzlich muss die Industriefischerei durch die Ausweisung von Vorrang- und Ausschlussgebieten eingedämmt werden.
#387
Biologische Vielfalt ist Grundlage für eine langfristige stabile Erhaltung der Biosphäre und damit für das menschliche Überleben.
#388
Das Verschwinden einer Art ist die einzige Form von Umweltzerstörung, die der Mensch nicht rückgängig machen kann.
#389
Beim Schutz der Biodiversität gilt für die FDP das Vorsorgeprinzip (Erfassen, Erhalten, Alternativen abwägen, Beschränken, Ausgleichen).
#390
Die FDP fordert, dass ein Prozess zur forcierten Forschung und Bestandsaufnahme zur biologischen Vielfalt sowie Definition klarer Zielsetzungen einer Politik für Biodiversität initiiert wird.
#391
Das Verursacherprinzip soll für die „Reparatur“ zerstörender Eingriffe maßgeblich sein.


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