Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.01.2026 PDF
#303
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) hat sich in den Jahren seit der Reform von 2003 grundlegend gewandelt.
#304
Mit der teilweisen Umsetzung des FDP-Modells einer Kulturlandschaftsprämie sind wichtige Voraussetzungen für eine leistungsfähige, effiziente und unternehmerische Landwirtschaft geschaffen worden.
#305
Nach der Halbzeitüberprüfung der GAP-Reform („Gesundheitscheck“) muss diese erfolgreiche Politik fortgesetzt werden.
#306
Durch weitere marktwirtschaftliche Reformen, Vereinfachung und Entbürokratisierung müssen Land- und Ernährungswirtschaft sowie die ländlichen Räume nachhaltig gestärkt werden.
#307
Liberale Grundprinzipien für eine zukunftsweisende europäische Landwirtschaft orientieren sich am Leitbild des unternehmerischen, eigenverantwortlichen Landwirts.
#308
Die Potentiale des kompletten Spektrums von moderner „Hightech-Landwirtschaft“ bis zum ökologischen Landbau müssen genutzt werden.
#309
Unsere Landwirte kennen Standortfaktoren und Produktionstechnologien selbst am besten.
#310
Gesetzliche Regulierungen dürfen deshalb nicht die Land- und Forstwirtschaft belasten, sondern müssen verhältnismäßig sein und sie im Wettbewerb stärken.
#311
Der moderne Landwirt muss in die Lage versetzt werden, die Chancen des Marktes zu nutzen und darf nicht durch einen überbordenden Verwaltungsaufwand daran gehindert werden.
#312
Nur dann werden sich effiziente landwirtschaftliche Produktionsverfahren, basierend auf einer leistungsfähigen Agrarforschung, auf nationaler und internationaler Ebene durchsetzen und helfen, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.
#313
Nicht zuletzt die am meisten von Hunger und Armut betroffenen Schwellen- und Entwicklungsländer könnten von einem systematischen Wissenstransfer profitieren.
#314
Dazu sollte auch die verantwortbare Nutzung der Grünen Gentechnik gehören, da sie Umweltbelastungen vermindert, die Ernährungssicherung und die Qualität von Nahrungsmitteln verbessert, sowie Pflanzen für die industrielle Nutzung als nachwachsender Rohstoff optimieren kann.
#315
Schließlich ist ein Abschluss der WTO-Welthandelsrunde im Interesse der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Entwicklungsländer.
#316
Die Lebensmittelproduktion für den heimischen Verbrauch in Deutschland und der EU bleibt weiterhin die vorrangige Aufgabe der Landwirtschaft.
#317
Sie hat außerdem in großem Maße Bedeutung im Klima- und Landschaftsschutz.
#318
Die Förderung der energetischen Nutzung von Biomasse sowohl im Strom/Wärmebereich wie bei den Biokraftstoffen dürfen die Wettbewerbsfähigkeit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion nicht beeinträchtigen und nicht zu einer Flächenkonkurrenz führen.
#319
Nachwachsende Rohstoffe, z.
#320
Holz aus Kurzumtriebsplantagen, und organische Reststoffe können in vielfältiger Form zur Energiegewinnung eingesetzt werden.
#321
Wie bei der landwirtschaftlichen Produktion zu Ernährungszwecken sind auch hier die Nachhaltigkeit der Produktion und eine größtmögliche Effizienz im Sinne des Klimaschutzes zu gewährleisten.
#322
Im Rahmen der gegenwärtigen Diskussion um Biokraftstoffe setzt sich die FDP für eine sachliche Herangehensweise ein.
#323
Die von der Bundesregierung eingeführte Zwangsbeimischung beeinflusst besonders die Lebensmittelindustrie negativ.
#324
Die bisher praktizierte unzuverlässige Steuerpolitik/Förderpolitik schadet sowohl der heimischen Landwirtschaft, als auch der nachgelagerten Biokraftstoffbranche.
#325
Deshalb befürworten wir nur eine zeitlich befristete Steuerbefreiung von Biokraftstoffen.
#326
Die FDP fordert: weitere marktwirtschaftliche Reformen sowie eine Stärkung der Eigentumsrechte landwirtschaftlicher Unternehmer eine Ausrichtung der GAP an den Kriterien der Nachhaltigkeit der Produktion und der größtmöglichen Effizienz im Sinne des Klimaschutzes eine Sicherung der Direktzahlungen der ersten Säule bis 2013 aus Gründen der Planungssicherheit und Verlässlichkeit einen umfassenden Bürokratieabbau und eine deutliche Vereinfachung, insbesondere im Bereich der Cross-Compliance eine 1:1-Umsetzung der europäischen Richtlinien anstelle nationalen Draufsattelns und besonders scharfer nationaler Auslegung den Ausstieg aus der Milchquote zum 31.
#327
März 2015, inkl.
#328
adäquater Maßnahmen zur Vorbereitung des Ausstiegs die Abschaffung von nicht fachgerecht begründeten Innovationsblockaden im Umgang mit der Grünen Gentechnik den Ausstieg aus den Exportsubventionen und aus produktabhängigen Stützungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik die vollständige Umsetzung des FDP-Modells der Kulturlandschaftsprämie 9.
#329
Wie soll die EU die Verbraucher schützen.
#330
Verbraucherschutz findet heute nicht mehr nur national statt, sondern zunehmend im europäischen Rahmen.
#331
Wir Liberale setzen uns für ein hohes Verbraucherschutzniveau in Europa ein.
#332
Ziel ist es, die Gesundheit und den Schutz der Verbraucher beim Kauf von Produkten ebenso im Blick zu haben, wie den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr.
#333
Das liberale Verbraucherbild ist geprägt vom Gedanken des mündigen und eigenverantwortlichen Marktteilnehmers.


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