Dokument lesen
-
vom 15.01.2026 PDF
#15
Fenster schließen und zurück
Dies würde mit dem Vertrag von Lissabon erreicht, dessen Ziele wir vor allem deshalb auch weiterhin unterstützen.
#16Die EU wird verständlicher, wenn sie ihre Kraft aus der Beschränkung auf das Wesentliche schöpft.
#17Die Wirklichkeit sieht jedoch manchmal anders aus.
#18Die Ausweitung von Zuständigkeiten sowie bürokratische Auswüchse schaden der EU.
#19Die FDP ist Ansprechpartner für berechtigte Kritik der Bürger an der EU.
#20Wir wollen eine schlanke, aber starke EU – wir wollen Bürokratieabbau und Effizienz, wir sind gegen eine EUSteuer und für die Beibehaltung des Verschuldungsverbots, wir sind für ein soziales Europa auf marktwirtschaftlicher Grundlage als Ergebnis von Sozialpolitik in nationaler Verantwortung, damit sie auch weiterhin nah am Menschen gemacht werden kann.
#21Die EU wird handlungsfähiger, wenn alte und neue Mitgliedstaaten zusammenwachsen, den Umgang miteinander lernen und gemeinsam neue Impulse für die EU in der Welt des 21. Jahrhunderts geben.
#22Im Eintreten für Frieden, Menschenrechte, Demokratie, Freihandel, Entwicklung und Sicherheit muss die EU entschlossen voran gehen.
#23Deshalb wollen wir Liberale eine starke und einige EU, die aktiv die Sicherung von Frieden, Freiheit und Wohlstand in der Welt betreibt.
#24Die FDP ist die einzige Partei in Deutschland, die die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft konsequent beachtet.
#25Nur Wettbewerb schafft Fortschritt – geistigen wie materiellen.
#26Die FDP im Europäischen Parlament wird deshalb darauf achten, dass der freie Wettbewerb in marktwirtschaftlichem Ordnungsrahmen auch in der EU von morgen zur Geltung kommt.
#27Wir wissen, dass die EU Wohlstand schafft, wenn sie den Binnenmarkt weiterentwickelt.
#28Deutschland ist Exportweltmeister – zwei Drittel der deutschen Ausfuhr gehen in den europäischen Binnenmarkt.
#29Das schafft hochwertige Arbeitsplätze hier bei uns, die Voraussetzung für unseren Sozialstaat und unsere hohen Umweltstandards sind.
#30Als Gemeinschaft von fast 500 Millionen Menschen aus 27 Ländern arbeiten wir daran, heute und in Zukunft in Frieden und Freiheit, Sicherheit und Wohlstand zu leben.
#31Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft werden dabei auch in Zukunft die Grundfesten liberaler Politik sein.
#32Dafür steht die FDP, dafür werden wir uns auch in Zukunft im Europäischen Parlament einsetzen.
#33Die EU: Wie geht es weiter.
#34Die FDP will, dass die Europäische Union demokratischer, verständlicher und handlungsfähiger wird.
#35Wir halten deshalb an den Zielen des Vertrages von Lissabon fest, denn er enthält die wesentlichen Elemente für eine grundlegende Reform der Union: Eine erhebliche Stärkung des Europäischen Parlaments, verbesserte Mitsprache- und Kontrollmöglichkeiten der nationalen Parlamente in EU-Angelegenheiten, eine besser koordinierte EU-Außenpolitik und effizientere Entscheidungsmechanismen für die erweiterte Union (Prinzip der „doppelten Mehrheit“), insbesondere die Ausweitung des Mehrheitsprinzips auf fast alle Politikbereiche.
#36Für Liberale zentral ist die Demokratisierung der Gemeinsamen Innen- und Justizpolitik.
#37Bürgerinnen und Bürger erwarten von der EU aktives politisches Handeln: Menschenrechte und Demokratie, Sicherung der Wirtschaft in der Finanzkrise, Abrüstung und Rüstungskontrolle, Krisen und Kriege, nukleare Bedrohung und Abrüstung, der Zugang zu Energie, internationaler Handel, der Kampf gegen die unübersehbaren Folgen des Kli10 mawandels und Terrorismus — die Herausforderungen sind akut und die Welt wartet nicht, bis die EU ihre institutionellen Fragen geklärt hat.
#38Deswegen muss die EU politisch geschlossen sein und entschlossen gemeinsam handeln.
#39Sowohl aktuelle Aufgabenstellungen als auch strategische Fragen müssen unter dem Appell der Nachhaltigkeit evaluiert werden.
#40Die FDP bekräftigt ihre Haltung, dass die notwendigen Reformen der EU möglichst von allen Mitgliedstaaten gemeinsam zu erreichen sind.
#41Andere Modelle sind aber zulässig und sinnvoll, wenn im Interesse der Bürgerinnen und Bürger in Europa gemeinsame Ziele erreicht und konkrete Projekte verwirklicht werden können.
#42Wenn Gruppen von EUStaaten mit Projekten vorausgehen, diese sich bewähren und andere EU-Staaten die Möglichkeit haben, sich später daran zu beteiligen, ist dies mit dem europäischen Gedanken vereinbar, wie die Einführung des Euro, des Schengenraums und die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) gezeigt haben.
#43Der europäische Einigungsprozess sollte durch die Anwendung der verstärkten Zusammenarbeit intensiviert werden, zum Beispiel auf den Feldern Bankenaufsicht, Verteidigungspolitik oder im materiellen Strafrecht.
#44Die FDP hat die Erweiterung der Europäischen Union mitgetragen.
#45Das war politisch und moralisch richtig so – und es lag in unserem eigenen Interesse.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: