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vom 14.01.2026 PDF
#229
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In einer globalisierten Welt wird das Wissen immer mehr zum entscheidenden Rohstoff.
#230Eine leistungsfähige und freie Forschung ist die Voraussetzung für eine innovationsfähige Gesellschaft.
#231Diese ist Bedingung für neue, marktfähige Produkte und hochwertige Arbeitsplätze.
#232In einer globalisierten Welt stehen Europa und Deutschland im Wettbewerb um die besten Köpfe, knappe finanzielle Ressourcen und die attraktivsten Rahmenbedingungen.
#233Europa ist ein Standort des Wissens, Europa hat auch eine blühende Forschungslandschaft und besonders Deutschland liegt bei der Anmeldung von Patenten immer noch weit vorne.
#234Doch das große Problem ist: Das Umwandeln des Wissens in Produkte.
#235Ob der Video-Rekorder, das Fax-Gerät oder das MP3-Format: Allesamt in Deutschland erfunden, doch keine dieser Innovationen ist in Deutschland in Produktion gegangen.
#236Uns bieten sich in Europa jedoch neue Chancen.
#237Mit der Einrichtung des EIT, des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie, haben wir einen großen Schritt der Umstrukturierung getan.
#238Es werden Mittel für diese Einrichtung aus dem Landwirtschaftshaushalt kommen.
#239Im Nachhinein ist dies die klare Durchsetzung einer alten FDP-Position: EU-Gelder sollen die Zukunft gestalten und nicht die Vergangenheit verlängern.
#240Die Rahmenbedingungen für Forschung in Europa sind nicht optimal.
#241Bürokratische Hindernisse, finanzielle Engpässe und ideologische Hemmnisse erschweren Forschern ihre Arbeit und treiben Wissenschaftler in Länder, in denen sie besser und freier arbeiten können.
#242Wir brauchen eine Forschungsfreiheitsinitiative.
#243Daher war es auch so wichtig, die Weichen für das weltgrößte Forschungsrahmenprogramm richtig zu stellen.
#244EU-Forschungsrahmenprogramm mit einer Laufzeit von sieben Jahren ist immerhin mit 52 Milliarden Euro ausgestattet.
#245Nach wie vor gilt es, das Ziel der so genannten „Lissabon-Strategie“ zu erreichen und Europa zur dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsregion der Welt zu machen.
#246Alle hierfür notwendigen forschungs- und technologiepolitischen Aktivitäten müssen heute neu definiert und auf das Europa der 27 ausgerichtet werden.
#247Auch wenn absehbar ist, dass Europa im Jahre 2010 nicht 3% des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung einsetzen wird, so gilt es einen neuen Zeithorizont abzustecken.
#248In diesem Prozess muss Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen und 2010 die 3-Prozent-Zielmarke erreichen.
#249Das bisher angewandte Subsidiaritätsprinzip, wonach jeder Mitgliedstaat eigene Akzente setzen kann, darf auch im Forschungsbereich nicht angetastet werden.
#250Die FDP lehnt Denkblockaden und ideologische Fixierung auf bestimmte Technologien ab.
#251Fusionsforschung, kerntechnische Sicherheitsforschung, Stammzellenforschung und Grüne Gentechnik, Biotechnologie und Nanotechnologie dürfen nicht stigmatisiert, sondern müssen in wettbewerblichen Verfahren unter transparenten Rahmenbedingungen gefördert werden.
#252Forscher wollen forschen.
#253Sie wollen auch bei europäischen Forschungsprojekten nicht mit überbordender EU-Bürokratie die Zeit vergeuden.
#254Wir Liberale fordern, den Verwaltungsaufwand beim Beantragen der Forschungsmittel klar zu reduzieren, damit auch kleine und mittelständische Unternehmen eine Möglichkeit haben, in den Genuss dieser Mittel zu kommen.
#255Forschungseinrichtungen sollen die Möglichkeit erhalten, sich an ausgegründeten Unternehmen so zu beteiligen, wie es für sie wirtschaftlich vernünftig ist.
#256An solchen erfolgreichen Unternehmen, die der Forschungseinrichtung Rückflüsse bringen, soll auch eine dauerhafte Beteiligung möglich sein.
#257Beste Forschung braucht einen effektiven Schutz geistigen Eigentums.
#258Ein europäisches Patent- und Urheberrecht muss für echten Schutz gegenüber globalen Produktpiraten sorgen.
#259Die FDP fordert: eine Strategie für innovationsfreundliche „Lead Markets“ weiteren Bürokratieabbau im 7.
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