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vom 14.01.2026 PDF
#224
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Dabei können wir von den Besten lernen, z.
#225Finnland und Schweden.
#226Deshalb fordert die FDP Austauschprogramme für den Bereich des lebenslangen Lernens, wie sie die EU in ähnlichen Bereichen bereits hat.
#227Die FDP fordert: die zusätzliche Förderung von COMENIUS (Schulbildung), ERASMUS (Hochschulbildung), LEONARDO DA VINCI (Berufliche Bildung) und GRUNDTVIG (Erwachsenenbildung) Ausbau oder wo nötig Wiederbelebung von Städtepartnerschaften die Initiierung von Maßnahmen zur Sprachförderung, so dass langfristig alle Bürger neben ihrer Muttersprache und Englisch als wichtiger Verkehrsprache über praktische Kenntnisse einer weiteren Sprache verfügen Maßnahmen zur Förderung der deutschen Sprache in den Mitgliedstaaten und als Amts- und Arbeitssprache in den EU-Institutionen systematische Förderung des Fremdsprachenlernens für Kinder im spielerischen Kontext Steigerung der Internationalität in der Ausbildung durch Kooperation, Austausch und Anrechenbarkeit von Kompetenzerwerb eine reibungslose Anerkennung von Bildungsabschlüssen und Teilleistungen im Rahmen von Auslandsstudien eine einheitliche europäische Kulturstatistik, auf der Grundlage der europäischen Wirtschaftszweige-Klassifikation zu entwickeln, um darauf aufbauend Förderinstrumente und Infrastruk27 turmaßnahmen für die Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft zu erarbeiten die Einführung von Finanzierungsinstrumenten, die die spezifische Situation der Kultur- und Kreativwirtschaft mit einer oft geringen Kapitalausstattung berücksichtigt 6.
#228Wie kann Europa in Forschung und Innovation wieder zur Weltspitze gehören.
#229In einer globalisierten Welt wird das Wissen immer mehr zum entscheidenden Rohstoff.
#230Eine leistungsfähige und freie Forschung ist die Voraussetzung für eine innovationsfähige Gesellschaft.
#231Diese ist Bedingung für neue, marktfähige Produkte und hochwertige Arbeitsplätze.
#232In einer globalisierten Welt stehen Europa und Deutschland im Wettbewerb um die besten Köpfe, knappe finanzielle Ressourcen und die attraktivsten Rahmenbedingungen.
#233Europa ist ein Standort des Wissens, Europa hat auch eine blühende Forschungslandschaft und besonders Deutschland liegt bei der Anmeldung von Patenten immer noch weit vorne.
#234Doch das große Problem ist: Das Umwandeln des Wissens in Produkte.
#235Ob der Video-Rekorder, das Fax-Gerät oder das MP3-Format: Allesamt in Deutschland erfunden, doch keine dieser Innovationen ist in Deutschland in Produktion gegangen.
#236Uns bieten sich in Europa jedoch neue Chancen.
#237Mit der Einrichtung des EIT, des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie, haben wir einen großen Schritt der Umstrukturierung getan.
#238Es werden Mittel für diese Einrichtung aus dem Landwirtschaftshaushalt kommen.
#239Im Nachhinein ist dies die klare Durchsetzung einer alten FDP-Position: EU-Gelder sollen die Zukunft gestalten und nicht die Vergangenheit verlängern.
#240Die Rahmenbedingungen für Forschung in Europa sind nicht optimal.
#241Bürokratische Hindernisse, finanzielle Engpässe und ideologische Hemmnisse erschweren Forschern ihre Arbeit und treiben Wissenschaftler in Länder, in denen sie besser und freier arbeiten können.
#242Wir brauchen eine Forschungsfreiheitsinitiative.
#243Daher war es auch so wichtig, die Weichen für das weltgrößte Forschungsrahmenprogramm richtig zu stellen.
#244EU-Forschungsrahmenprogramm mit einer Laufzeit von sieben Jahren ist immerhin mit 52 Milliarden Euro ausgestattet.
#245Nach wie vor gilt es, das Ziel der so genannten „Lissabon-Strategie“ zu erreichen und Europa zur dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsregion der Welt zu machen.
#246Alle hierfür notwendigen forschungs- und technologiepolitischen Aktivitäten müssen heute neu definiert und auf das Europa der 27 ausgerichtet werden.
#247Auch wenn absehbar ist, dass Europa im Jahre 2010 nicht 3% des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung einsetzen wird, so gilt es einen neuen Zeithorizont abzustecken.
#248In diesem Prozess muss Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen und 2010 die 3-Prozent-Zielmarke erreichen.
#249Das bisher angewandte Subsidiaritätsprinzip, wonach jeder Mitgliedstaat eigene Akzente setzen kann, darf auch im Forschungsbereich nicht angetastet werden.
#250Die FDP lehnt Denkblockaden und ideologische Fixierung auf bestimmte Technologien ab.
#251Fusionsforschung, kerntechnische Sicherheitsforschung, Stammzellenforschung und Grüne Gentechnik, Biotechnologie und Nanotechnologie dürfen nicht stigmatisiert, sondern müssen in wettbewerblichen Verfahren unter transparenten Rahmenbedingungen gefördert werden.
#252Forscher wollen forschen.
#253Sie wollen auch bei europäischen Forschungsprojekten nicht mit überbordender EU-Bürokratie die Zeit vergeuden.
#254Wir Liberale fordern, den Verwaltungsaufwand beim Beantragen der Forschungsmittel klar zu reduzieren, damit auch kleine und mittelständische Unternehmen eine Möglichkeit haben, in den Genuss dieser Mittel zu kommen.
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