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vom 14.01.2026 PDF
#130
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Die FDP tritt für die Beibehaltung des EU-Verschuldungsverbots ein.
#131Wir lehnen weitere Belastungen für die deutschen Bürgerinnen und Bürger ab.
#132Die FDP ist für eine strikte Ausgabenobergrenze im EU-Haushalt.
#133Momentan sind jährlich ca.
#134des EU-Haushalts für Agrar- und Strukturfonds verplant.
#135So fehlt jeglicher Spielraum für neue Politikbereiche.
#136Die Politik der EU fördert mit Kohäsions- und Strukturfonds den Zusammenhalt und die Entwicklung schwacher Regionen.
#137Diese Politik hat zu einem Subventionswettlauf geführt, den die FDP beenden will.
#138Zwar stehen wir Liberalen zum vertraglich festgelegten Solidaritätsprinzip in der EU.
#139Jedoch zementiert die gegenwärtige Förderpolitik Geber- und Nehmerstrukturen.
#140Fast alle Staaten und Regionen trachten danach, Subventionierung so lange wie möglich zu verlängern.
#141Das pervertiert den Grundgedanken der Kohäsionspolitik.
#142Deswegen müssen EU-Gelder auf die wirklich bedürftigen Regionen als Hilfe zur Selbsthilfe konzentriert und die Förderfähigkeit zeitlich begrenzt werden.
#143Die FDP ist gegen neue Fördertatbestände und für zwingende Förderbindung an die Lissabon-Strategie, für mehr Wachstum und Beschäftigung.
#144In der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müssen Regulierung und Bürokratie im Interesse der unternehmerischen Freiheit von Landwirten abgebaut und die Direktzahlungen ab der nächsten finanziellen Vorausschau 2014 schrittweise reduziert werden.
#145Der stufenweise Umbau der GAP von einer vollständigen EU-Finanzierung auf nationale Ko-Finanzierung muss europäisches Politikziel werden.
#146Die FDP fordert volle parlamentarische Beteiligung und Kontrolle beim Haushalt – auf europäischer wie auf mitgliedstaatlicher Ebene.
#147Nach wie vor sind die nationalen Parlamente und das Europäische Parlament hierbei nicht gleichberechtigt mit den Regierungen der Mitgliedstaaten, was zum Demokratiedefizit auf europäischer Ebene beiträgt.
#148Zudem ist eine lückenlose Offenlegung und Kontrolle der EU-Ausgaben unverzichtbar.
#149Dazu ist eine nationale Zuverlässigkeitserklärung durch die Finanzminister der Mitgliedstaaten für alle verwendeten EUGelder vorzulegen.
#150Die FDP fordert: ein gerechtes, einfaches, transparentes, verlässliches und nachhaltiges Einnahmen- und Ausgabensystem der EU eine Finanzierung des EU-Haushalts ausschließlich aus zwei Quellen: Traditionelle Eigenmittel (Zölle) und Abführungen auf Grundlage der Wirtschaftskraft der Mitgliedstaaten – Anteile am Bruttonationaleinkommen (BNE-Abführungen) die Abschaffung der Mehrwertsteuereigenmittel den Verzicht auf eine EU-Steuer in jedweder Form das Festhalten am Verschuldungsverbot der EU die Konzentration der EU-Regionalpolitik auf die wirklich bedürftigen Regionen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und Ori20 entierung an der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung keine Dauersubventionierungen mehr: degressive Staffelung der Struktur- und Kohäsionsfonds und Begrenzung der Förderfähigkeit auf maximal zwei Förderperioden (14 Jahre) ab 2014 die Umstellung der gesamten Agrarförderung auf nationale Ko- Finanzierung (50:50) und die stufenweise Reduzierung der Direktzahlungen ab 2014 die Umschichtung der Ausgaben in Bereiche, in denen auch auf der europäischen Ebene ein echter Mehrwert erzielt werden kann: beispielsweise Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, transeuropäische Netze, Schutz der Außengrenzen, Forschung, Entwicklung von Zukunftstechnologien und grenzüberschreitende Bildung die volle Sicherstellung einer lückenlosen und wirksamen Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben der EU eine nationale Zuverlässigkeitserklärung der Finanzminister der Mitgliedstaaten für alle verwendeten EU-Gelder eine Stärkung des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF) sowie der Stellung des Präsidenten des Europäischen Rechnungshofes 4.
#151Wie schaffen wir mehr Arbeitsplätze und eine wachsende Wirtschaft.
#152Grundlage des Wohlstands in Deutschland und Europa ist der unverfälschte Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt, denn nur mit Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum gelingt die nachhaltige Schaffung neuer Arbeitsplätze.
#153Der europäische Binnenmarkt ist mit 27 Mitgliedstaaten und fast 500 Millionen Bürgern zum größten Wirtschaftsraum der Welt angewachsen.
#154Sein Erfolg stützt sich auf die wirtschaftlichen Freiheitsrechte, die gemeinsame Wettbewerbspolitik und den Euro als Gemeinschaftswährung.
#155Jeder fünfte Arbeitsplatz in Deutschland hängt am Export.
#156Zwei Drittel der deutschen Exporte gehen in den europäischen Binnenmarkt – deshalb ist Deutschland Exportweltmeister.
#157Damit dies auch so bleibt, muss die Europäische Union weiter konsequent an der Vollendung des Binnenmarktes arbeiten und den Rahmen für einen funktionierenden Wettbewerb bieten.
#158Für die Verbraucher ist die Marktöffnung wichtiger Wirtschaftsbereiche, die zu sinkenden Preisen, höherer Qualität und mehr Auswahl führt, ein großer Fortschritt.
#159Durch funktionierenden Wettbewerb werden so Innovation und Wachstum, aber auch die Wohlfahrt der Verbraucher gefördert.
#160Europa benötigt eine starke Energiepolitik, einschließlich einer gemeinsamen Energieaußenpolitik.
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