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vom 14.01.2026 PDF
#118
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Nur so kann das Subsidiaritätsprinzip gewahrt werden, dessen strikte Einhaltung wir fordern.
#119Wir Liberale haben bereits in der laufenden Legislaturperiode Vorschläge gemacht, wie ein EU-Haushalt mit Zukunft gestaltet werden kann.
#120Nach den Europawahlen steht die Reform des EU-Haushalts an.
#121Wir werden uns für eine nachhaltige und verantwortungsvolle europäische Haushaltspolitik einsetzen.
#122Es muss Schluss sein mit dem undurchschaubaren EU-Finanzierungssystem, beschlossen auf nächtlichen Gipfeltreffen, deren Ergebnisse keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegen.
#123Diese sind zudem voller Rabatte und Koppelgeschäfte und widersprechen den Grundsätzen der Haushaltsklarheit und -wahrheit.
#124Neben den traditionellen Eigenmitteln der EU (Zölle) soll es nur eine Haupteinnahmequelle geben: Wir fordern eine nachvollziehbare Finanzierung des Haushalts, die die aktuelle Wirtschaftskraft der Mitglieder widerspiegelt.
#125Jeder Mitgliedstaat soll den prozentual gleichen Anteil, jedoch maximal ein Prozent seines Bruttonationaleinkommens (BNE) aufbringen.
#126Dafür kann auf die extrem intransparenten Mehrwertsteuerabführungen verzichtet werden.
#127Eine EU-Steuer lehnen wir ab.
#128Deshalb hat die FDP in der vergangenen Legislaturperiode gegen jegliche Vorschläge für eine europäische Steuer gestimmt.
#129Statt neuer Steuern ist Sparsamkeit und Umschichten der Ausgaben geboten.
#130Die FDP tritt für die Beibehaltung des EU-Verschuldungsverbots ein.
#131Wir lehnen weitere Belastungen für die deutschen Bürgerinnen und Bürger ab.
#132Die FDP ist für eine strikte Ausgabenobergrenze im EU-Haushalt.
#133Momentan sind jährlich ca.
#134des EU-Haushalts für Agrar- und Strukturfonds verplant.
#135So fehlt jeglicher Spielraum für neue Politikbereiche.
#136Die Politik der EU fördert mit Kohäsions- und Strukturfonds den Zusammenhalt und die Entwicklung schwacher Regionen.
#137Diese Politik hat zu einem Subventionswettlauf geführt, den die FDP beenden will.
#138Zwar stehen wir Liberalen zum vertraglich festgelegten Solidaritätsprinzip in der EU.
#139Jedoch zementiert die gegenwärtige Förderpolitik Geber- und Nehmerstrukturen.
#140Fast alle Staaten und Regionen trachten danach, Subventionierung so lange wie möglich zu verlängern.
#141Das pervertiert den Grundgedanken der Kohäsionspolitik.
#142Deswegen müssen EU-Gelder auf die wirklich bedürftigen Regionen als Hilfe zur Selbsthilfe konzentriert und die Förderfähigkeit zeitlich begrenzt werden.
#143Die FDP ist gegen neue Fördertatbestände und für zwingende Förderbindung an die Lissabon-Strategie, für mehr Wachstum und Beschäftigung.
#144In der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müssen Regulierung und Bürokratie im Interesse der unternehmerischen Freiheit von Landwirten abgebaut und die Direktzahlungen ab der nächsten finanziellen Vorausschau 2014 schrittweise reduziert werden.
#145Der stufenweise Umbau der GAP von einer vollständigen EU-Finanzierung auf nationale Ko-Finanzierung muss europäisches Politikziel werden.
#146Die FDP fordert volle parlamentarische Beteiligung und Kontrolle beim Haushalt – auf europäischer wie auf mitgliedstaatlicher Ebene.
#147Nach wie vor sind die nationalen Parlamente und das Europäische Parlament hierbei nicht gleichberechtigt mit den Regierungen der Mitgliedstaaten, was zum Demokratiedefizit auf europäischer Ebene beiträgt.
#148Zudem ist eine lückenlose Offenlegung und Kontrolle der EU-Ausgaben unverzichtbar.
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