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vom 14.01.2026 PDF
#111
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Schon heute hat die EU genügend Eigenmittel, sie werden aber nicht effizient eingesetzt.
#112Immer noch fließt der Großteil der Ausgaben in Agrar- und Strukturfonds.
#113Diese Mittel fehlen für strategische Bereiche europäischer Politik.
#114Das will die FDP ändern.
#115Für Liberale gelten beim EU-Haushalt zwei Maximen: Europäischer Mehrwert und Bürgernähe.
#116Europäischer Mehrwert bedeutet die Konzentration und Beschränkung auf grenzüberschreitende Politikbereiche, in denen gemeinsames europäisches Handeln bessere Ergebnisse liefert.
#117Entscheidungen müssen so bürgernah wie möglich getroffen werden.
#118Nur so kann das Subsidiaritätsprinzip gewahrt werden, dessen strikte Einhaltung wir fordern.
#119Wir Liberale haben bereits in der laufenden Legislaturperiode Vorschläge gemacht, wie ein EU-Haushalt mit Zukunft gestaltet werden kann.
#120Nach den Europawahlen steht die Reform des EU-Haushalts an.
#121Wir werden uns für eine nachhaltige und verantwortungsvolle europäische Haushaltspolitik einsetzen.
#122Es muss Schluss sein mit dem undurchschaubaren EU-Finanzierungssystem, beschlossen auf nächtlichen Gipfeltreffen, deren Ergebnisse keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegen.
#123Diese sind zudem voller Rabatte und Koppelgeschäfte und widersprechen den Grundsätzen der Haushaltsklarheit und -wahrheit.
#124Neben den traditionellen Eigenmitteln der EU (Zölle) soll es nur eine Haupteinnahmequelle geben: Wir fordern eine nachvollziehbare Finanzierung des Haushalts, die die aktuelle Wirtschaftskraft der Mitglieder widerspiegelt.
#125Jeder Mitgliedstaat soll den prozentual gleichen Anteil, jedoch maximal ein Prozent seines Bruttonationaleinkommens (BNE) aufbringen.
#126Dafür kann auf die extrem intransparenten Mehrwertsteuerabführungen verzichtet werden.
#127Eine EU-Steuer lehnen wir ab.
#128Deshalb hat die FDP in der vergangenen Legislaturperiode gegen jegliche Vorschläge für eine europäische Steuer gestimmt.
#129Statt neuer Steuern ist Sparsamkeit und Umschichten der Ausgaben geboten.
#130Die FDP tritt für die Beibehaltung des EU-Verschuldungsverbots ein.
#131Wir lehnen weitere Belastungen für die deutschen Bürgerinnen und Bürger ab.
#132Die FDP ist für eine strikte Ausgabenobergrenze im EU-Haushalt.
#133Momentan sind jährlich ca.
#134des EU-Haushalts für Agrar- und Strukturfonds verplant.
#135So fehlt jeglicher Spielraum für neue Politikbereiche.
#136Die Politik der EU fördert mit Kohäsions- und Strukturfonds den Zusammenhalt und die Entwicklung schwacher Regionen.
#137Diese Politik hat zu einem Subventionswettlauf geführt, den die FDP beenden will.
#138Zwar stehen wir Liberalen zum vertraglich festgelegten Solidaritätsprinzip in der EU.
#139Jedoch zementiert die gegenwärtige Förderpolitik Geber- und Nehmerstrukturen.
#140Fast alle Staaten und Regionen trachten danach, Subventionierung so lange wie möglich zu verlängern.
#141Das pervertiert den Grundgedanken der Kohäsionspolitik.
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